#115 Wenn der Plan nicht mehr funktioniert: Warum Veränderung Improvisation braucht

Shownotes

Was tun, wenn der Plan nicht mehr funktioniert? Genau dann beginnt Improvisation. Am 24. September kommt Norbert Withalm zum #Mindshift Festival nach Salzburg – und bevor wir dort gemeinsam auf Schloss Hellbrunn improvisieren, wollte ich wissen: Was kann Improvisation eigentlich mit Führung, Veränderung und unserem Arbeitsalltag zu tun haben? Eine ganze Menge. Denn Improvisation bedeutet nicht, ohne Plan unterwegs zu sein. Es bedeutet, beweglich zu bleiben, wenn die Wirklichkeit sich nicht an unseren Plan hält. Wahrnehmen, annehmen, loslassen – und aus dem, was da ist, gemeinsam etwas Neues entstehen lassen. Mit Norbert spreche ich darüber, warum wir souveräner mit Fehlern und Unvorhergesehenem umgehen können, weshalb niemand unseren ursprünglichen Plan kennt, wenn in einer Präsentation etwas schiefläuft, und warum manchmal schon ein sehr einfacher Satz hilft: Atmen statt aufregen. Wir landen dabei mitten in Fragen von Führung und Zusammenarbeit: Welchen Status nehmen wir in Gruppen ein? Wie schaffen wir es, andere gut dastehen zu lassen? Warum ist Präsenz ein Geschenk? Und was verändert sich, wenn Führung nicht bedeutet, selbst möglichst groß zu wirken, sondern anderen Raum zu geben? Norbert verbindet dabei Welten, die auf den ersten Blick wenig miteinander zu tun haben: Schauspiel und Improvisation, Betriebswirtschaft und Psychologie, Neurowissenschaften, Führung und Potenzialentfaltung. Und das Beste: Beim #Mindshift Festival Salzburg am 24. September 2026 auf Schloss Hellbrunn bleibt es nicht bei der Theorie. Norbert wird mit uns allen improvisieren – mit rund 90 Menschen und, ganz im Sinne des Themas, mit einem Plan, von dem schon jetzt klar ist: Es wird garantiert anders kommen als erwartet. Diese Podcastfolge ist deshalb auch eine kleine Einstimmung auf Salzburg. Für alle, die Veränderung nicht nur planen, sondern lernen wollen, mit dem Unerwarteten souveräner umzugehen. Wir sehen uns in Salzburg. Let’s Staat!

Transkript anzeigen

00:00:02: Letzts Start, Inspiration aus dem Staatsapparat mit Dorit Bosch.

00:00:06: Schön dass ihr dabei seid!

00:00:09: Ich stelle euch inspirierende Menschen vor die mit Mut, Offenheit und Kreativität unser Staatswesen transformieren ganz nach dem Motto Wir sind der Staat.

00:00:32: Herzlich Willkommen aus Salzburg.

00:00:33: zugeschaltet ist heute Norbert Wittheim und er ist wirklich.

00:00:37: ich weiß alle meine Gäste sind besonders.

00:00:40: aber Norbert ist nochmal noch mal besonderer, weil er wirklich sehr viele Welten miteinander verbindet.

00:00:46: Die auf den ersten Blick überhaupt nichts miteinander zu tun haben.

00:00:49: Scheinen und zwar Wirtschaft um Psychologie Schauspiel und Sprache Neurowissenschaften Und praktische Persönlichkeitsentwicklung.

00:00:58: Also tatsächlich kommt der auch aus dem Schaus Spiel und hat Improvisation gelernt.

00:01:03: Darüber werden wir heute sprechen.

00:01:05: und er begleitet seit und Organisationen als Trainer, Coach und Berater.

00:01:12: Und sein Grundsatz ist dabei der Mensch steht im Mittelpunkt – nicht als Mittel zum Zweck!

00:01:18: Er ist diplomierter Schauspieler und Sprecher, und studierter Betriebswirt mit Schwerpunktpsychologie.

00:01:24: Also total originell!

00:01:26: Und beschäftigt sich eben besonders wie Menschen ihre Potenziale nicht nur erkennen sondern auch tatsächlich in Ausdruck- und Handlung bringen.

00:01:34: also eigentlich sehr relevant für die Verwaltung.

00:01:36: Nur leider beschäftigen wir uns selten damit Und in seiner Arbeit verbindet er eben wissenschaftliche Erkenntnisse aus der Hirnforschung und positiver Psychologie mit sehr konkreten unmittelbaren anwendbaren Methoden für Führung, Kommunikation und Selbstführung.

00:01:50: Also ihr seht total relevant für unseren Arbeitsalltag!

00:01:53: Ja und das allerbeste ist dass wir Norbert dank Christoph Gabbmeyer Credits bei Mein Schifffestival in Salzburg am vierundzwanzigsten Sechsten begrüßen dürfen wo er ein Improvisationssession hat Und genau diese Welten miteinander verbindet und sich fragt, was tun wenn der Plan nicht mehr funktioniert.

00:02:14: Genau dort beginnt nämlich für Norbert dass die Improvisation wahrnehmen, annehmen loslassen und gemeinsam gestalten.

00:02:21: also wir sind schon voll drin.

00:02:23: lieber Norbert Long Story Short herzlich willkommen bei Let's Start!

00:02:27: Ja super.

00:02:28: vielen Dank liebe Doritz für die super wunderbare Moderation.

00:02:32: ich hoffe es wird alles aufgenommen.

00:02:33: dann spiele ich meiner Frau meine Familie vor Die Glatschen auch immer bei Fall, wenn ich nach Hause komme.

00:02:42: Ganz im Gegenteil, ich glaube, Humor ist das was uns beide auch trägt.

00:02:45: Das haben wir ja schon im Vorfeld kennengelernt und Humor hat ja auch immer etwas sehr Überraschendes zu tun.

00:02:54: Und das Thema Improvisationen wie du es angekündigt hast habe ich wirklich beim Theater gelernt Ich weiß gar nicht ob man's lernt.

00:03:02: eine Einstellung, ein Mindset, eine Haltung die ich Tag für Tag auch erleben darf.

00:03:09: Jeden Tag habe ich etwas wo bin ich nicht gerechnet habe und dass es uns da leichter geht das Improvisation auf nichts mit Planlosigkeit zu tun hat.

00:03:19: Da freue ich wenn wir uns ein paar Minütchen darüber austauschen und natürlich live.

00:03:24: wer möchte am vierundzwanzigsten September sie noch ein paar Plätze frei freue mich riesig den großen Raum Salzburg im wahrsten Sinne Rocken und noch mehr erweitern.

00:03:37: Ja genau, also nur dass ihr nicht denkt wenn ihr jetzt diesen Podcast hört das ihr schon alles erlebt habt weil Improvisation lebt schon ein bisschen von der persönlichen Begegnung wobei man vielleicht kann man auch online improvisieren es wirst du uns vielleicht verraten.

00:03:51: aber was kann man sich denn unter Improvisation vorstellen?

00:03:55: Weil in der Tat stelle ich mir dann immer so vor naja Man macht irgendwas ohne Plan, tatsächlich.

00:04:02: So wie du das sagst aber das stimmt ja gar nicht.

00:04:07: Genau!

00:04:08: Du hast es vorher auch schon anmoderiert ich versuche Dinge zusammenzubringen die scheinbar nichts miteinander zu tun haben.

00:04:15: Ich glaube wir kennen alle so diesen aus der Resilienz den inneren stehe auf Menschen der einfach einen Schwerpunkt hat sodass sich eine Holzfigur immer wieder in meine Mitte kommen.

00:04:31: Die Improvisation hilft einfach als Zugang und hat ganz, ganz viele Verwandtschaften auch.

00:04:37: Und verwandte Themenbereiche damit wir uns leichter tun wenn Veränderungen auf uns zukommen womit wir nicht gerechnet haben beispielsweise aber auch natürlich und das ist ein Workshop den ich auch proaktiv begleite gerade im Führungsbereich wie kann ich denn selber eigene Veränderung noch besser meistern die ich angehen möchte oder darf?

00:04:59: Also das Thema Change, Veränderung ist in aller Munde und Improvisation hat einfach damit zu tun.

00:05:06: Da gibt es so vier Prinzipien die wir auch dann am vierundzwanzigsten noch mehr kennenlernen werden.

00:05:11: So dieses einfach mal locker sein wenn was daneben geht.

00:05:15: wie oft gehen uns was danebend?

00:05:17: Wie oft machen wir ein Fehler?

00:05:19: und wie selten sagen wir Fehler sind Helfer Und da könnten wir einen eigenen Tag dazu machen zwischen Fehler Freude, Fehler Häufigkeit.

00:05:29: Mir passiert die ganze Zeit, also jeden Tag, dass irgendetwas kommt womit ich nicht gerechnet habe.

00:05:35: Und die Frage ist nur wie lang verharren wir in dieser oder auch im Stress?

00:05:41: Oder wie schnell können wir die Dinge annehmen, wie sie gerade sind?

00:05:45: und das ist so gleich die Punktlandung.

00:05:47: Gleich zu Beginn wenn wir schaffen Dinge Situationen anzunehmen statt hinzunehmen dann haben wir mehr Ressourcen für das eigentliche, fürs Leben.

00:06:00: Unser Beruf ist private und für alles.

00:06:02: Ja, das stimmt!

00:06:03: Also wenn wir nicht so gegen die Situation sind... also wenn wir die Don't Fight Reality.. also wenn man nicht das Gefühl hat, das müsste jetzt anders sein.

00:06:11: und warum ist es nicht anders?

00:06:12: Und das kostet schon Kraft nicht

00:06:13: wahr?!

00:06:14: Das ist der Unterschied zwischen annehmen und hinnehmen.

00:06:17: Richtig dass man einfach sagt okay heute regnet's ich diskutiere jetzt hier nicht mit der Wolke Ich spannen Regenschirm auf oder wie darf man sich das vorstellen?

00:06:27: Genau, genau.

00:06:28: Das hat ja auch schon aus Deutschland, aus Bayern der Karl-Wallendien gesagt Ich freue mich wenn es regnet.

00:06:34: Wenn ich ihn nicht nur freue, erregnet das auch Was du auf Englisch gebracht hast Don't fight reality.

00:06:41: Es ist wie es ist Punkt.

00:06:44: Aber je höher unsere Erwartungshaltung ist desto leichter können wir enttäuscht werden Und bei einem Witz finden die Erwartungsenttäuschungen witzig.

00:06:55: Aber wenn uns im Leben was wiederfährt, womit wir nicht gerechnet haben finden wir es vielleicht gar nicht komisch und das kann ich wie alles im Leben lernen.

00:07:03: Da gibt's natürlich Naturbegabungen da gibt's Menschen die sich da leichter tun, da gibt´s Optimistinnen, Optimisten eher und Menschen aber auch so wie ich, die das einfach mehr lernen dürfen.

00:07:14: und das Leben bietet uns mit allen Umvollkommenheiten genügend Möglichkeiten.

00:07:21: Das heißt aber nicht dass ich die Realität verweigere oder dass ich die Augen zumache und nur noch blauäugig durchs Leben laufe, sondern zwischen Optimist, Pessimist gibt es noch die dritte Variante.

00:07:35: Und das ist der Possibilist!

00:07:37: Das heißt, ich kann schneller besser wieder in Möglichkeiten denken.

00:07:42: Wofür ist das eine Gelegenheit?

00:07:44: Es hat uns schon Viktor Frankl damals als Psychoanalytiker geschenkt also wirklich mehr und mehr zur Frage zu stellen ok, was gerade passiert ist Wozu lebt nicht das Leben ein und was ist das Beste, was ich daraus machen kann?

00:07:59: Und ich glaube dass wird auch die Meter mega Zukunftskompetenz werden.

00:08:04: Weil in einer Welt, die immer un- durchsichtiger wird aber auch umdurchschaubarer wird, dass wir da eine innere Gelassenheit auch entwickeln.

00:08:16: Das ist so der Outcome, das ist so den Benefit.

00:08:18: wenn ich mich mit Improvisation beschäftige mehr und mehr diese Ich auch gerne hätte.

00:08:26: Und zwar jede Menge davon!

00:08:28: Da bin ich nicht mit Geduld gesegnet, aber ich darf es auch trinken.

00:08:32: Naja, ich sag jetzt mal einfach so intelligente Menschen sind generell ungeduldig.

00:08:39: Weil sie wissen ja schon, was nächstes und übernächstes kommt.

00:08:43: Das heißt nicht, dass geduldige Menschen dumm sind?

00:08:46: Ich bin eher geduldig.

00:08:48: aber ich merke eben viele Menschen die sehr viele Gedanken im Kopf haben und du hast ja wirklich eine totale Spannbreite an Intellektuellen Aber auch an Themen mehr so den Körper und das sein berühren.

00:09:04: Da muss man ja schon sagen, dass ist ja klar.

00:09:06: also du hast ja einfach auch eine schwere Festplatte die du mit dir rumträgst.

00:09:10: natürlich bist du ungeduldig.

00:09:11: Du weißt ja wahrscheinlich auch schon was der nächste und übernächste Schritt ist.

00:09:15: aber mir hat gut gefallenes Wort POSSIBILIST.

00:09:18: Oh Gott jetzt habe ich schon einen Hänger.

00:09:21: Das merken wir uns.

00:09:22: manchmal red ich mit den Zuhörern.

00:09:23: Also das merken.

00:09:27: Und das zweite ist, was mich neugierig gemacht hat.

00:09:30: Du hast gesagt du musstest es lernen!

00:09:34: Wieso musstest du das lernen?

00:09:37: Was hast du als erstes gelernt?

00:09:38: also wenn man jetzt nicht mit der Gabe ein Possible zu sein gesegnet ist wie hast du dich dem Thema genähert?

00:09:47: Also bei mir hat mir wirklich die Schauspielerei geholfen.

00:09:49: wir hatten geniale Lehrerinnen und Lehrer in den achtundhalb Jahren ruhig aktiv als Schauspieler tätig war.

00:09:56: Und gerade in den Sommertheatern war es so, dass die Samstag-Nachmittagvorstellungen langweilig waren, weil das war eine Doppelvorstellung.

00:10:05: Da hast du am Samstag Nachmittag gespielt und dann am Abend da war Showtime, da war das Fernsehen da, da waren manchmal Politik da – da ging's ums Ganze!

00:10:14: Und da hatten wir wirklich geniale ... ja... Unterstützer, Menschenveredeler die bewusst in der Regie Samstag Nachmittag irgendwo eine Panne eingebaut haben.

00:10:25: So dass wir damals alle jungen Schauspieler gezittert haben was da aber nichts anderes konnten als annehmen was gerade kommt und mit der Situation... Und das hat mich das erste Mal so geprägt.

00:10:37: dann bin ich weiter auf die Vera Birkenbil gestoßen leider zu früh verstorbene Kommunikations-Expertin die sich als Autistin mit dem Thema auch Humor und Unvollkommenheiten beschäftigt hat.

00:10:50: Dann gibt es viele Verweise aus der Neurobiologie, kann ich sehr empfehlen Dr.

00:10:55: Green Brown, The Gift of Imperfection also die Kunst nicht ganz so vollkommen zu sein.

00:11:02: das heißt aber nicht dass ich aktiv versuche Fehler einzubauen sondern dass sich einfach dieses diesen Mut habt zur Unvollkommensheit und das Leben mehr von der humorvollen Seite annehmen und damit zum Beispiel auch mehr mit dem eigenen Status Spiel lockerbleibe, wenn was daneben geht.

00:11:24: Besonders auch ganz wichtig am Theater, das wir lernen durften andere gut dastehen zu lassen.

00:11:30: Das ist ja keine Kunst, wenn wir beide jetzt auf der Bühne sind dass du oder ich versuchen zu beweisen, dass wir besser sind.

00:11:36: Und das geht gar nicht!

00:11:38: Da hilft uns auch ein Konzept von der Improvisation die anderen gut darstellen lassen.

00:11:44: Das heißt, wie kann ich schaffen, dass sich auch die Energie von anderen erhöhen?

00:11:48: Wie kann ich schaffen in der Führung, dass meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sich nach einem Gespräch besser statt schlechter fühlen.

00:11:55: Egal welches Thema!

00:11:57: Da sind alles Komponenten und da finde ich einfach Anschluss unter dem großen Stichwort Improvisation.

00:12:05: Es ist nichts Neues.

00:12:08: Das hat John Lennon gesagt Wenn du Gott zum Lachen bringen willst erzähle ihm deine Pläne

00:12:15: Toll.

00:12:16: Also ich wusste gar nicht, was sich hinter dem Wort Improvisation alles versteckt weil es ja wirklich eine andere Disziplin ist mehr aus der Schauspielerei kommt oder ich glaube es gibt sogar Musiker die improvisieren, Improvisionsveater, Improvisionsmusik wo man eben nicht nach Noten spielt sondern nach Gefühl sich auf den einen einlässt und so.

00:12:35: Ich meine jetzt mal einen Schlenk in die Verwaltung wo wir ja auch oftmals, ob man jetzt in Besprechungen ist oder ob man in Arbeitssituationen ist.

00:12:45: Wo man natürlich oftmals gefordert ist die intelligenteste und brighteste Person im Raum zu sein, die die tollste Idee hat weil da vielleicht ein Chef sitzt oder weil man irgendwie pitchen muss usw.. Und da ist es natürlich extrem schwer, so was zu beherzen und zu sagen nimm dich doch mal zurück sei gelassen wenn du irgendwie ein Hänger hast.

00:13:05: Wenn du nicht performen kannst, wenn du ja vielleicht jemand anders dich sogar überstrahlt weil er eine bessere Idee hat oder vielleicht besser mit dem Chef zurechtkommt oder mit dem Leiter dieser Besprechung das ist alles extrem schwierig und fordert.

00:13:19: Mann und Frau.

00:13:21: in dieser Situation Wäre natürlich super, wenn man über den Witz lachen kann.

00:13:27: Wenn man sich verhasstbild hat.

00:13:31: Dann hat der andere eine bessere Präsentation als ich.

00:13:35: Ich klatsche mir jetzt Beifall und versuche nicht einen Beitrag zu bringen wo ich das Heiner Super bei dem anderen finde.

00:13:41: Das ist alles schön und gut aber... Wenn aber ein Mensch in so eine Besprechung reingeht und nicht vorbereitet ist darauf, wie kann er sich darauf vorbereiten dass er vielleicht solche besprechungen anders nimmt weil die Wirkung ja danach eine bessere ist.

00:13:56: Man steht ja ab besser da wenn man all diese Dinge beachtet die du gesagt hast also gelassen bleiben humorvoll usw.

00:14:04: Man geht dann obwohl man vielleicht Fehler gemacht hat Obwohl man vielleicht nicht die brillanteste Person im Raum ist Gewinnt man aber die Herzen der Teilnehmenden und hat vielleicht mehr gewonnen, als wenn man alles richtig gemacht hätte.

00:14:17: Wie bereitet mich man sich auf sowas vor?

00:14:19: Geht das überhaupt?

00:14:22: Das ist eine sehr, sehr spannende wirklich sehr gute Frage, die mich jetzt auch noch mal zum Nachdenken

00:14:26: bringt.

00:14:29: Ich habe damals im Theater gelernt – und das bringe ich ja auch wann immer ich das Thema Auftrittscoaching oder Auftrittsemenar bringen – niemand kennt dein Konzept!

00:14:39: Das heißt ich kann jetzt entweder sagen, wenn ich einen Hänger hatte bei der Moderation oder in der Präsentation.

00:14:44: Verdammt das habe ich jetzt vergessen.

00:14:47: Wo war ich noch mal stehen geblieben?

00:14:49: Oder ich weiß, dass habe ich gerade vergessen und sage ganz wichtig ist es klingt immer dein Konzept!

00:14:58: Und ich kann sagen vielen Dank Sie haben mich gerade auf eine Idee gebracht, das führt uns zu.

00:15:03: Oder bitte unterbrechen sie nicht schon wieder aber dahintergrund Bestimmt da den Vordergrund.

00:15:10: Also wenn mein Hintergrund wohlwollend ist, ich versuche die anderen gut dastehen zu lassen, dann kommen auch die souveräneren Antworten nicht schlagfertig.

00:15:19: Ich halt von schlag fertig wenig, wenn es darum geht andere niederzumachen was teilweise im Wort drinnen steckt aber souverän im Sinne von Kompetenz ist für mich das erste Gebot.

00:15:32: ja also Musikerin Musiker erwarte ich dass du dein Instrument beherrschst Aber FreeFlow, wirklich die Musik fühlen zu erleben.

00:15:42: Das habe ich dann auf der zweiten Ebene und das nenne ich Subaren.

00:15:48: Und das kann ich im Alltag einerseits üben, beruflich und privat.

00:15:52: Beispiel Supermarkt.

00:15:53: hinter dir fährt jemand mit einem Supermarkt-Wegelchen so richtig in deine Kniekehle rein.

00:16:01: Du kannst dich jetzt entweder nach hinten drehen und sagen Geht's noch?

00:16:05: In mein Hallo!

00:16:06: Frechheit.

00:16:08: Oder du kannst dir denken, einmal am Trag annehmen was gerade kommt.

00:16:12: Das ist eine kleine Trainingssache und beispielsweise fällt dir dann ein.

00:16:15: vielen Dank Sie haben mich gerade weitergebracht.

00:16:18: Nein das ist ja genial

00:16:21: Bevor ihr dir etwas nicht einfällt.

00:16:23: atmen statt aufregen

00:16:25: d.h.,

00:16:26: wenn wir jetzt auch wieder ne Punktlandung machen zu einem ganz einfachen Prinzip, nem einfachen Tipp beruflich im Privat also Alltagstipp Atmen statt Aufregen habe ich einmal am Tag eine Situation, wo ich jetzt nicht die Kaffeemaschine verfluche.

00:16:41: Den Geschirrspüler viermal auf die Rufannahme-Taste beim Liftdrück.

00:16:45: Der kommt auch nicht schneller sondern es ist so Punkt!

00:16:51: Ja also das finde ich großartig.

00:16:55: Das bleibt jetzt erstmal hängen.

00:16:56: deswegen wiederhole ich's.

00:17:00: Niemand kennt deinen Plan in der Präsentation wenn du einen Fehler machst.

00:17:04: tatsächlich du hast natürlich recht.

00:17:06: Also jetzt merke ich es auch.

00:17:07: Ich weiß ja keiner, was ich sagen wollte.

00:17:09: also kann nicht so tun als ob es einfach so gehört und das ist ja ganz oft so.

00:17:14: Ich habe ja ganz auf die Möglichkeit das zu tun Und bei der Improvisation geht's dann wenn ich das richtig verstanden hab darum Die Kontrolle über das was mir im Leben wieder fährt Im Alltag wieder fert wieder zurückzuholen indem ich entscheide wie ich darauf reagiere.

00:17:37: Wir haben ein Riesenthema mit Ohnmacht, wir fühlen uns ja dauernd ohnmächtig.

00:17:41: Der Chef, das Wetter, der Bundeskanzler, die Rentenreform... Ich weiß es nicht genau und ich habe aber die Entscheidung darüber wie ich... Also das kann ich entscheiden.

00:17:52: Ich kann nicht entscheiden ob's passiert, aber ich kann entscheiden wie ich reagiere.

00:17:56: Geht es so ein bisschen in die Richtung?

00:17:57: Genau!

00:17:58: Das ist wunderbar zwischen Reiz und Reaktion.

00:18:00: Da liegt der Raum der Freiheit.

00:18:03: Und wenn ich ohnmächtig bin vergleiche Also der Vergleich macht ja meistens unsicher.

00:18:11: Da hinten wir dann, ich vergleiche mich okay da gibt es den oder die kann das besser weiß das besser hat einen höheren Status und wenn ich mich vergleichte dann mache ich mich automatisch dann kleiner Die andere Person automatisch größer und dann habe Ich.

00:18:27: die ganze Erwartungshaltung geht gerichtet auf diese Person Wo ich mich vergleicht.

00:18:33: Wenn ich aber sage es kann man niemand nehmen wie ich darauf reagieren.

00:18:38: Es kann man niemand nehmen, meinen eigenen Selbstwert und den mache ich mehr und mehr unabhängig von dem Vergleich mit anderen.

00:18:47: Also Vergleich ist sicherlich eines der super turbomaßen Namen um glücklich zu sein.

00:18:54: Du hast ja von dem Inneren die Aufmännchen gesprochen?

00:18:58: Das ist ja... Das ist ja quasi der Bruder vom inneren Schweinehund oder die Schwester.

00:19:08: Also der, also die Person... oder Higher Self oder wie man das nennt?

00:19:14: Also die Person in dir wenn man davon ausgeht dass man mehrere Persönlichkeitsanteile hat.

00:19:20: Die Person in Dir sagt so Da stehst du jetzt drüber, das schaffst du.

00:19:25: Du musst dich nicht aufregen weil dir einer in die Haken gefahren ist oder weil er die bessere Präsentation gemacht hat oder weil der Chef dir durch die Präsension durchgefahren ist.

00:19:34: Dein inneres Stehaufmännchen hast du ja eben gesagt und das vergleicht sich nicht, weil sonst wird es unglücklich!

00:19:42: Und du hast noch was gesagt nämlich... Es geht um Status.

00:19:46: Wir haben wirklich in diesem Podcast noch nie über Status gesprochen und es ist so ein tolles Thema, eine ganz liebe Kollegin hat mich selber auf dieses Thema gebracht und ich habe Norbert kennengelernt und wir haben über Status gesprochen.

00:19:58: Ich hab gesagt Norbert, wir müssen unbedingt einen Podcast miteinander machen und du hast ja selber auch ein Podcast Norbert.

00:20:05: und zu dem Thema Status möchte ich so gerne mit dir sprechen.

00:20:11: Kannst du mal den Zuhörern so ungefähr sagen, weil wir sind jetzt von der Improvisation zum Status gekommen?

00:20:18: Was hat denn der Status damit zu tun wie ich mich in einer Gruppe bewege oder überhaupt im Leben bewege.

00:20:24: Ist es vielleicht auch etwas worauf ich verzichten kann, weil ich sage bei euch bin total statusfrei für mich sind alle gleich Ich bin total entspannt oder entkommen wird ihm nicht.

00:20:37: Ich glaube dass wir allen einen gewissen inneren Status haben.

00:20:40: Du kannst vielleicht am ersten Status mit der Energie auch gleichsetzen, aber auch selbst mit einem gewissen Selbstwert.

00:20:51: und über Status kann man auch uns viele Tage unterhalten.

00:20:55: Für mich ist da auch wieder entscheidend dahintergekommen.

00:20:58: Habe ich einen positiven Status?

00:21:00: Dann wirkt es nicht arrogant wenn ich viel Energie und viel Charisma zeige.

00:21:08: Vielleicht Richtung Nazismus.

00:21:09: Ich muss beweisen, dass ich besser bin.

00:21:11: Dann wirkt das oftmals arrogant belehrend besser wisserisch.

00:21:16: Es gibt Menschen die betreten den Raum und sind einfach da Und es gibt Menschen, die betreeten den Raum müssen permanent beweisen Dass sie da sind und das nennt sich dann status Symbole.

00:21:28: Schau welches tolle Auto ich habe!

00:21:30: Hast du meine tolle Uhr nicht gesehen?

00:21:32: Ja ich hab den größeren Parkplatz näher zum Lift Ganz, ganz wichtig.

00:21:37: Das sind dann Status-Symbole die scheinbar helfen den Mangel an Selbstwert auszugleichen.

00:21:43: Das ist Psychologie pur.

00:21:46: Also jeder der eine große Uhr trägt?

00:21:49: Gar nicht wenn ich es nicht Not habe sondern wenn ich mich dran erfreue und sage das ist vielleicht ein schönes Geschenk und ich freue mich daran oder ich musste jetzt zeigen dass ich der die Bessere bin.

00:21:59: Ich hab auch nichts gegen schicke Autos überhaupt keine Theme aber muss ich's beweisen.

00:22:06: Ich freue mich daran, aber ich bin unabhängig von meinem Status Symbol.

00:22:11: Dann kleidet es mich!

00:22:13: Das heißt, ich treffe ja im Verwaltungs- oder im Behörden-, Organisations-, Wirtschaftskontext.

00:22:21: Treffe ich ja Leute mit unterschiedlichem Status gehabt – positiv, negativ und so weiter... Gibt es irgendeinen Status der positive oder negative, der sich vielleicht eher häufiger vorkommt?

00:22:35: Oder sich eher durchsetzt.

00:22:36: Also mein Gefühl ist das, dass er sich mit dem negativen Status häufiger durchsätzt.

00:22:41: Dass es durchaus mehr Leute gibt die sich so verhalten.

00:22:44: Ich will nicht sagen, dass sie so sind aber die sich zu verhalten und das Systeme das auch sehr stark fördern.

00:22:50: ja, dass man ein bisschen Poltriges gehabt hat

00:22:55: Ja du zahlst natürlich immer deinen Preis also den Status den du bekleidest, da zahlst doch immer einen Preis.

00:23:02: Und wenn ich versuche ein sehr hohen Status einzunehmen der aber missbilligend gegenüber anderen ist, der nur hoch ist weil ich damit andere niedermachen kann und wo ich immer höher als die anderen sein muss dann zahle ich den Preise.

00:23:18: das sich vielleicht einsam bin dass ich nicht in den Netzwerken aufgehoben bin vielleicht auch nicht diese Informationen erfahrt die wirklich relevant sind oder habe.

00:23:29: Und da kennst du unseren lieben Kollegen, den Christoph Gabbmeier der auch viel geforscht hat zum Thema Psychologie.

00:23:35: Positives Leadership also schaffe ich es beispielsweise wirklich als Führungskraft das nachher die Menschen mehr Energie haben als vorher im Gespräch.

00:23:44: Das ist Status erhöhen vom Feinsten.

00:23:47: und wie schafft man das?

00:23:49: Indem ich mich interessiere für den anderen indem ich die Haltung habe Man muss Menschen mögen Die vier M's die genauso in der Verwaltung wichtig sind Auf meine Worte weise, wähle.

00:24:06: W-W-W.

00:24:07: Wörte wirken weiter.

00:24:09: Das heißt Worte können mächtig oder schwächtig machen.

00:24:12: Also da gehört für mich die ganze Kommunikation auch mit rein?

00:24:15: Die achtsame Kommunikations-, gewaltfreie Kommunikion.

00:24:19: Dann die Frage sehe ich in dir schon größeres als du bei dir selber siehst.

00:24:24: Da sind Menschen veredelert!

00:24:26: Und das ist immer bei einem ganz, ganz einfachen Bereich auch wieder.

00:24:30: Du merkst und es führt Improvisation zu Status, zu Leadership auch.

00:24:35: Leadership heißt für mich Menschen veredeln.

00:24:37: Das heißt ich sehe im Dir mehr als du dir vielleicht selber zutraust und ich kann gut die Balance zwischen Fördern fordern machen und Menschen, die einfach andere großmachen lassen, Wenn ich sage zu dir, ich weiß du kannst das.

00:24:55: Ich traust dich auch zu und ich möchte es gerne auch erleben.

00:24:59: Möchte gern dass du das selber auch durchführst dann ist es ein Zutrauen Dann ist es einen Vertrauen, dann ist eine Potenzialentfaltung.

00:25:09: wenn ich sag also wirklich also das was Du gemacht hast das war wirklich grotten schlecht Das glaube ich.

00:25:14: auf österreichisch ja.

00:25:17: Also ich kann schnell kritisieren das möchte ich damit sagen Es kann jeder doofy Aber Menschen aufzubauen, das ist glaube ich die Kunst, die es heutzutage immer mehr und mehr braucht.

00:25:27: Also Status für mich ganz relevant – für alle Zuhörerinnen und Zuhörer kann ich andere groß dastehen lassen.

00:25:37: Also wir haben die Wahl mit welchem Status wir reingehen.

00:25:41: Wenn ich richtig verstanden habe, wir sind nicht in einem statusfreien Raum.

00:25:46: Also wenn ich mit anderen interagiere, stellt sich immer die Frage wie das Verhältnis zueinander ist und das ist quasi der Status.

00:25:54: Also bin ich oben, bin ich unten, bin auf Augenhöhe ganz schwierig.

00:25:59: oder wie gehe ich mit diesem anderen Menschen um?

00:26:05: Und das entscheidet dann auch über meinen Erfolg als Führungskraft.

00:26:11: beispielsweise ja auch angesichts von Fachkräftemängel, darf man das noch sagen?

00:26:15: So ein schönes Buzzword oder demografischem Wandel.

00:26:19: Oder wir kriegen über weniger Leute mehr Aufgaben und weniger Leute.

00:26:24: also Wir haben hier tatsächlich ein großes Personalthema im Staat Und da ist natürlich das Thema Status ganz wichtig.

00:26:31: wie gehe ich mit meiner Ressource Mensch um?

00:26:34: als Führungskraft aber auch als Kolleginnen und Kollegen damit diese andere Person tatsächlich bereit ist, das Optimum aus dieser Zeit rauszuholen die sie im Büro verbringt oder im Homeoffice.

00:26:50: Und das ist auch eine Frage von Status richtig?

00:26:54: Das ist eine Frage vom Status.

00:26:55: und natürlich wir wechseln alle unseren Status ja.

00:26:58: D.h.,

00:26:59: wenn ich jetzt privat bin habe ich einen anderen Status wie jetzt beruflich.

00:27:03: Wenn ich vor dreihundert Menschen sprechen darf werde ich den anderen Status eine andere Energie einnehmen.

00:27:09: Und dieser Statuswechsel ist ja auch ganz wichtig, weil es natürlich sonst viel Kraft kostet wenn ich permanent versuche einen relativ hohen Status zu halten.

00:27:18: Das macht sie auch lebendig!

00:27:22: Wenn wir Small Talk machen und dann Big Talk unterhalten uns vorher, dann kommt die Aufnahme – das ist auch ein gewisser Statuswechsel.

00:27:31: Wenn ich mich unterhalte in der Früh beim Café und dann geht fünf Minuten später die Moderation los Oder ich stehe immer wieder auf, wenn ich moderiere.

00:27:41: Das ist immer ein Statuswechsel!

00:27:43: Das kann recht subtil auch sein das braucht ja nicht groß geprült sein.

00:27:49: Dieser Statuswechsel macht es auch lebendig.

00:27:52: Darum liebe ich auch Doppelmoderationen, Doppelseminare weil du dann permanent mit dem Status auch spielen kannst.

00:28:02: Das drückt es wunderbar aus, mit dem Status spielen.

00:28:04: Schön ist einfach zu wissen ab wann ist welcher Status auch wünschenswert?

00:28:10: Also wenn du vor einer Gruppe sprichst und du moderierst das auf ein anderer Status, wenn du präsentierst und wenn du auf der Bühne bist und du hast einen Pizzo oder wie riecht man dann wirst du den höheren Status haben.

00:28:21: und wenn Du moderierest und du möchtest gerne wissen von gerade den stillen Teilnehmerinnen und Teilnehmern, dass die auch einen Beitrag liefern.

00:28:29: Dann wirst du deinen Status auch wieder ändern?

00:28:33: Also es ist auch ein bisschen mehr Raum geben.

00:28:37: also wenn man, sag ich mal, einen positiven Status hat dann nimmt man sich eher zurück und gibt dem anderen mehr Raum sich zu entfalten und negativer Status beengt den Raum des Anderen.

00:28:52: kann man das so sagen.

00:28:53: Es ist ein guter Gedanke.

00:28:54: vielleicht nehme ich den Raum ein Und dann lasse ich dich wieder wirken.

00:28:58: Dann ist das ein Zusammenspiel.

00:29:01: Also der Raum ist ja begrenzt, entweder ich spreche oder du sprichst?

00:29:05: Genau, genau.

00:29:06: und wenn wir den anderen gut wirken lassen... Wenn wir sagen vielen Dank, Dorettes führt mich zu.

00:29:12: Danke!

00:29:12: Die Frage finde ich sehr spannend.

00:29:14: Das heißt, ich höre bei dir raus dass, dann übernehme ich immer wieder den Status die Energie so wie im Ball.

00:29:22: aber ich mache dich damit nicht kleiner sondern ich nehme das was kommt Und spiel das Ganze weiter.

00:29:31: Das bringt uns ja wieder zurück zur Improvisation, du gibst mir ein Stichwort... ...das machen wir jetzt auch die ganze Zeit!

00:29:37: Oh Mann!

00:29:39: Wir

00:29:41: haben uns kaum abgesprochen aus der Zeit.

00:29:44: Ich habe es gar nicht gemerkt, seht ihr wie gut Norbert ist?

00:29:48: Der hat mich da reingefuchst, das gibt's ja gar nicht.

00:29:50: Also der Norbert hat mich jetzt hier rein improvisiert und lässt mich irgendwie gefragt Ja, ja.

00:29:58: Seht ihr so funktioniert das?

00:29:59: Und ich sage so, boah, ich stelle so kluge Fragen!

00:30:02: Dabei hat der Norbert den Raum gelassen und ich fühle mich gut – und ich hoffe, der Norbert fühlt sich auch gut aber….

00:30:08: Das ist ja total interessant.

00:30:10: also dieses Bison-Tanz zwischen du gibst mir den Ball, ich geb dir den Ball und wir greifen auf was wir einander gesagt haben

00:30:22: Genau wie unterstützt uns geht gegenseitig, damit einfach zu zweit auch noch mehr Möglichkeiten sind.

00:30:30: Und da hilft es ja manchmal sogar wenn dein Gedanke gar nicht vollständig ist sondern ich anknüpfen kann und was fortsetzen kann und du kannst da wieder fortsetzen.

00:30:40: also diese Perfektion ist gar nicht so gut.

00:30:45: Perfektion ist langweilig irgendwann.

00:30:47: Ja das stimmt.

00:30:48: Weil immer das streben ist, dass es nie genug Und wenn ich aber mehr in der Improvisation bin, bin ich auch mehr im Jetzt.

00:30:56: Das wäre ein weiteres Thema was scheinbar nichts damit zu tun hat, aber in Wirklichkeit sehr viel!

00:31:01: Für mich ist auch Improvisation eine Möglichkeit wieder in wir und jetzt zu sein also in der Gegenwart oder in der Präsenz.

00:31:10: Und Präsens heißt ja im Englischen auch Present heißt Geschenk und wir kennen das auch gerade im Kundenbereich Wenn wir Kunde den Kunden sind und wir fühlen uns gut aufgehoben, weil wir das Gefühl haben ah da ist wer voll da.

00:31:25: Da ist wer wirklich präsent.

00:31:27: Das ist so ein großes Geschenk.

00:31:30: Und du denkst jetzt während wir hier reden machst du nicht noch checkst und noch die E-Mails oder guckst du mal eben in den Spiegel ob du großartig ausschaust sondern du bist wirklich bei mir?

00:31:40: Genau mit meiner Frisur sparen.

00:31:43: also da habe ich meine Zeit gesparen.

00:31:46: Aber vorher hat das Handy ausgedreht weil es um exklusiv geht.

00:31:51: Das ist für uns auch eine Bereicherung und vielleicht hören Menschen zu und sagen, das inspiriert mich auch wunderbar.

00:31:58: Aber wir sind voll da!

00:32:00: Ich glaube es kommt auch rüber.

00:32:02: Weißt du was mir auffällt manchmal Norbert?

00:32:04: Also ich merke ja sofort wenn einer nicht da ist aber ich rede ja manchmal mit Leuten die merken überhaupt nicht dass ich nicht da bin.

00:32:11: also ich bin ja manchmal auch nicht da weil ich dann denke so Die Person merkt überhaupt nicht, dass ich nicht da bin.

00:32:17: Und dann checke ich E-Mails oder so während ich im Videokoll bin und die merken das gar nicht.

00:32:23: Die erzählen dann weiter und dann denke ich mir sowieso merken sie das eigentlich gar nicht.

00:32:26: und dann denk ich mir auch wenn jemand selber gar nicht merkt, dass sich nicht da ist, dann will ich auch nicht präsent sein weil dann sind die auch nicht Präsent.

00:32:33: Die reden zwar mit mir aber die hören wir überhaupt nicht zu Und dann klinke ich mich selber aus.

00:32:39: Ich mach das nicht um Bushaftigkeit, sondern weil ich mich selbst ausklinke und das spüre ich ganz oft wenn ich ganz ehrlich bin auch so in Besprechungen.

00:32:48: Die Leute sitzen einfach hinter ihren Computern Wir sind in einer Besprechung und jeder sitzt hinter seinen Computern und macht Mails gar nicht angesprochen fühlt.

00:33:00: Also das Zugeh der Besprechung ist nicht so spannend oder es macht nicht so betroffen, dass ich dabei bin und es gilt sogar als besonders schick wenn du deinen Computer dabei hast.

00:33:10: jetzt habe ich gedacht die Toxe mal und gehe ohne Computer in eine besprechung weil ich mich selber dabei erwischt hab da sich ausschalte und nicht präsent bin.

00:33:20: wie geht man damit um?

00:33:22: Ihr habt das letzte Woche erlebt, habe ich eine Großgruppe begleitend dürfen in Salzburger Land.

00:33:27: und hat die Personalverantwortliche wirklich zu Beginn die Handys eingesammelt.

00:33:31: Nee!

00:33:32: Ja es war auch auf der Geschäftsführung dabei.

00:33:36: wunderbar, die haben das genauso mitgemacht.

00:33:38: Das war der zweite Tag Spielregel, das wurde am ersten Tag in der Früh abgestimmt.

00:33:44: Es ist ganz wichtig dann holst ihr in der Pause aber die Händis sind in einem Körbchen geladet finde ich super.

00:33:52: Es ist eine völlig andere Wahrnehmung.

00:33:55: Es ist ne völlig andere Qualität, sonst kann man sie Zeit schenken!

00:34:00: Wenn ich permanent geistig ganz woanders bin... Ich kann nicht zwei vollbewusste Gedanken gleichzeitig denken.

00:34:07: Multi-Tasking können wir vergessen.

00:34:10: Können wir knicken?

00:34:10: Das hat nichts mit Autofahren und Telefonieren zu tun, das auch nicht sehr günstig ist.

00:34:15: Aber dass vollbewusst zwei zeitgleiche unterschiedlichen Gedanken denken, das funktioniert nicht.

00:34:22: Du bist voll da oder du lasst es und ich glaube, sie wird immer mehr das Analoge brauchen in dieser digitalen Welt.

00:34:31: Und sag mal hat es auch was mit einem negativen Status zu tun dass wenn ich in der Besprechung bin Ich dem besprechungsleiter oder die Personen die da sind signalisiere indem ich weiter Mails bearbeite dass ich einen höheren Status einnehme quasi meine Zeit, mein Aufmerksamkeit auf etwas anderes Richter als die anderen.

00:34:56: Ist es auch ein Status-Spiel oder ist das eher schlecht organisiert?

00:35:01: Oder ist es egal?

00:35:03: Maße ich mir gar nicht an kann natürlich alles sein.

00:35:05: Ich gehe jetzt vom besten aus dass es den Menschen nicht bewusst ist.

00:35:09: Vielleicht ist es auch ganz bewusster macht.

00:35:12: Das ist schade.

00:35:14: Also damit nutze ich den Status, ich komme absichtlich zu spät Damit die Anderen schön warten müssen.

00:35:22: Ich habe natürlich immer den bevorzugten Platz, wo ich auf alle sehen kann und der ist auch leicht erhöht.

00:35:28: Es sind alles so Statusspiele!

00:35:31: Und die Frage ist haben wir es notwendig?

00:35:33: Müssen brauchen wir das?

00:35:35: oder können wir sagen jetzt verlassen mal diesen Status-Kampf gehen hin mit dass wir wirklich andere gut dastehen lassen?

00:35:46: also Allein wenn du diese Haltung implementierst, wenn du die einführst auch in der Verwaltung interessiere dich für den anderen zuhören statt hin hören.

00:35:58: Man muss Menschen mögen, geht das für alle wahrscheinlich nicht aber zumindest der Versuch ist da.

00:36:07: Im Staat arbeiten ja viele Menschen und ich denke auch, das sage ich ehrlich gesagt auch ganz oft.

00:36:12: Wenn man Menschen nicht mag dann... Ich weiß es gibt andere tolle Jobs wo man nichts viel mit Menschen zu tun hat aber Verwaltung ist halt nun mal oder überhaupt Staat.

00:36:22: Es hat wirklich sehr viel mit menschen zu tun.

00:36:24: Das ist ja nicht in Prozesse, es sind nicht in Organikraben, das sind alles Menschen Und es gibt kaum eine Branche die so menschenbezogen ist und dieses den anderen gut dastehen lassen, das finde ich ein ganz wundervollen Tipp.

00:36:40: Und ich freue mich total auf deinen Improvisations-Sessionen bei MeinShift Festival!

00:36:46: Also ich bin auf jeden Fall dabei und alle sind dabei weil manche Sessions sind ja geteilt aber Norbert kriegt sie alle du bist fullscreen und hast uns direkt auf Schlosshölbrunn... Ja ich bin wirklich sehr gespannt auf deine Session.

00:37:03: Darfst du schon sagen, was du so vorhast?

00:37:05: Aber nur ganz bisschen damit wir alle neugierig machen.

00:37:10: Also mein Auftrag ist es vom Christoph gewesen auch von Herrn Gattmeyer dass ich noch einmal so ein Resümee ziehe vom Tag und das ich Begrifflichkeiten auch einfange zum Tag.

00:37:22: Wir werden dann ziemlich gleich alle miteinander improvisieren.

00:37:27: Das ist für mich auch eine Eine spannende Welt, wenn angenommen neunzig Personen da dabei sind.

00:37:34: Darf ich schaue ob ich es mit oder ohne Mikromach und die Technik noch checken?

00:37:39: Und dann geht's wirklich um so ein paar Prinzipien also vier Prinzipien gibt.

00:37:42: das werden wir dann noch mit einer schönen Postkarte verankern für alle die dabei sind und Ich lasse mich einfach drauf ein.

00:37:49: ich nehme mir einen Minimum vor.

00:37:51: wie schauen wir jetzt geht?

00:37:53: ich platze natürlich und probes vor aber es wird garantiert anders als erwartet.

00:37:59: auch wie schön.

00:38:00: Also ich freue mich riesig und ihr könnt es jetzt gar nicht sehen, der Norbert strahlt total und ich strahle auch weil wir uns richtig richtig drauf freuen.

00:38:07: das ist ja auch bald soweit!

00:38:09: Der Podcast wird auch ganz bald erscheinen.

00:38:11: dann hört ihr das alles und dann meldet ihr euch an oder trefft ihr den Norbert höchstmütlich und entfaltet dann euer Potenzial so ganz nebenbei weil das ist sein Genre, Potentialentfaltung der Maßnahmen, die ihr da ergreift.

00:38:29: Improvisation heißt nämlich für ihn beweglich bleiben, präsent sein und anderen Raum

00:38:34: geben.".

00:38:35: Und darüber haben wir heute gesprochen.

00:38:37: Lieber Norbert das Schlusswort gehört dir!

00:38:39: Wir sind ja schon am Ende unserer Zeit.

00:38:42: Gibt es irgendetwas was du jetzt noch nicht gesagt hast?

00:38:45: Einen tollen Tipp eine Lebensweisheit.

00:38:49: Irgendetwas, was du den Zuhörnern nach Deutschland Österreich oder der Schweiz noch mitgeben möchtest?

00:38:56: Also ich glaube, dass wir Veränderungen natürlich nie vollständig im Griff haben und auch nicht anordnen können wie ein Verwaltungsakt.

00:39:05: Aber ich glaube das wir den Samen sehen können allein jetzt schon mit diesem Podcast, diesen Gespräch, dass Räume öffnen und Menschen ermutigen.

00:39:16: Dass wir einfach mehr und mehr in Leichtigkeit die nächsten Schritte gehen, diesen Mut zur Unvollkommenheit haben und vor allem uns wirklich vornehmen andere gut dastehen zu lassen.

00:39:27: Da freue ich mich riesig drauf!

00:39:28: Vielen Dank für den tollen Abend, ich gehe beschwindet weiter.

00:39:33: Vielen dank lieber Norbert dass du mich heute gut hast fühlen lassen und ja vielen da... Ich hoffe ihr fühlt euch jetzt auch ein bisschen besser und wir sehen uns dann hoffentlich in Salzburg.

00:39:43: Macht's gut und tschüss lieber Norwert nach Salzburg!

00:39:45: Danke

00:39:47: schön, ciao ciao.

00:39:51: Und das war es bei Letz Start Inspiration aus dem Staatsapparat mit Dorit Bosch.

00:39:58: Schreibt mir gerne und abonniert diesen Kanal, damit ihr keine Folge verpasst.

00:40:03: Letz Start!

00:40:03: Viel Spaß bei der Umsetzung.

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