#114 INNOVATE 2026 - Innovationsimpuls made in Austria
Shownotes
Wie schafft man einen Staat, in dem Innovation nicht verordnet werden muss, sondern entstehen kann?
Für diese Folge von Let’s Staat! bin ich nach Wien ins österreichische Bundeskanzleramt gereist. Mein Gast ist Andreas Buchta-Kadanka, Leiter der Sektion Öffentlicher Dienst und Verwaltungsinnovation.
Und das ist aus deutscher Perspektive ziemlich spannend: In Österreich werden strategisches Personalmanagement und Verwaltungsinnovation an zentraler Stelle zusammengedacht. Es geht nicht darum, den Ressorts vorzuschreiben, wieInnovation zu funktionieren hat. Stattdessen werden Rahmenbedingungen geschaffen, Menschen vernetzt, gute Beispiele sichtbar gemacht und Räume zum Ausprobieren geöffnet.
Ein Innovationsimpuls made in Austria, von dem wir uns durchaus etwas abschauen können.
Wir sprechen darüber,
warum Innovation nicht befohlen werden kann – und was stattdessen funktioniert, wie Österreich Innovation in der Bundesverwaltung messbar und sichtbar macht, warum Kollaboration über Ressort- und föderale Grenzen hinweg immer wichtiger wird, wie aus Vernetzung und gemeinsamen Lernräumen ein neues Wir-Gefühl in der Verwaltung entstehen kann, weshalb Personalentwicklung und Verwaltungsinnovation zusammengehören, wie Österreich KI in der Verwaltung erprobt und mit sogenannten KI-Sensor in die Organisation bringt, warum neben sichtbaren Leuchttürmen gerade die „unsichtbare Arbeit“ an Strukturen entscheidend ist, und weshalb eine innovative Verwaltung nicht jedem technologischen Trend hinterherlaufen sollte, sondern das richtige Tempo zwischen Innovation, Resilienz und digitaler Souveränität finden muss. Ein Höhepunkt dieser österreichischen Innovationsarbeit ist die INNOVATE 2026. Unter dem Motto „Beyond Borders – zukunftsfähige Verwaltung durch Kollaboration“ bringt sie Menschen zusammen, die Verwaltung über Organisations- und Zuständigkeitsgrenzen hinweg weiterdenken wollen.
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Und wer den österreichischen Innovationsimpuls schon vorher live erleben möchte:
Beim Mindshift Festival Salzburg ist Lukas Kastner aus dem österreichischen Bundeskanzleramt dabei. Wir wollen gemeinsam genauer hinschauen: Was können wir voneinander lernen – und was lässt sich ganz konkret auf andere Verwaltungen übertragen?
👉 #Mindshift Festival Salzburg 📅 24. September 2026 📍 Schloss Hellbrunn 🔗 Infos & Anmeldung
Eine Folge über Kollaboration statt Silodenken, Ermöglichen statt Verordnen – und über eine Verwaltung, die vielleicht viel innovativer ist, als sie selbst manchmal glaubt.
Let’s Staat!
Transkript anzeigen
00:00:02: Letzts Start, Inspiration aus dem Staatsapparat mit Dorit Bosch.
00:00:06: Schön dass ihr dabei seid!
00:00:09: Ich stelle euch inspirierende Menschen vor die mit Mut, Offenheit und Kreativität unser Staatswesen transformieren ganz nach dem Motto Wir sind der Staat.
00:00:32: Heute sprechen wir mit Andreas Buchter-Kadanker.
00:00:34: Er ist Leiter der Sektion III Öffentliche Dienst und Verwaltungsinnovation im österreichischen Bundeskanzleramt, eine Aufgabe die wir so in dieser Form in Deutschland nicht haben und deswegen auch absolut spannend für uns wie so etwas aufgezogen ist.
00:00:49: Seine Aufgabe geht nämlich weit über die Organisation einzelner Innovationspakete hinaus.
00:00:55: Gemeinsam mit seinem Team gestaltet er die strategischen Rahmenbedingungen dafür, wie sich die öffentliche Verwaltung weiterentwickelt und zwar auch im Bereich Personalentwicklung und digitales Personalmanagement aber auch für Verwaltungsinnovation generell und moderne Führung.
00:01:11: also ein großes Paket und wie ich finde absolut spannend weil das in Deutschland bei uns in verschiedenen Ministerien verteilt ist und hier sehr fokussiert im Bundeskanzleramt begleitet wird.
00:01:23: Im Mittelpunkt dieses Gespräch steht also die Frage, wie gelingt Innovationen im Staat?
00:01:27: Also nicht nur wenn es um neue Technologien geht sondern auch vor allen Dingen um den Menschen denn Innovation beginnt bei den Menschen wirkt für die Menschen und braucht Führung, die auch Veränderungen ermöglicht.
00:01:40: Ein wichtiger Baustein dafür ist die Innovate-Kanzlerin, das ist eine Veranstaltung wie aus dem Bundeskanzleramt organisiert wird mit dem Motto Beyond Borders zukunftsfähige Verwaltung durch Kollaboration.
00:01:52: Also ihr seht ein sehr innovative Veranstaltungen, die ich hier auch wirklich sehr ans Herz legen werde und wir werden auch darüber sprechen wann die Stadt findet und was genau dort passiert.
00:02:03: Und die Konferenz schafft eben Netzwerke, schafft Räume um Wissen zu teilen sichtbar zu machen.
00:02:11: Aber jetzt springen wir gleich erst mal rein in das Interview mit Herrn Buchtaker.
00:02:15: Danke, ich freue mich riesig dass Sie dabei sind.
00:02:17: herzlich willkommen bei Letz Start!
00:02:20: Vielen lieben Dank für die Einladung.
00:02:23: Wir sind jetzt direkt live hier im Bundeskanzleramt in Österreich.
00:02:27: Herr Buchter-Kadanker, Sie verantworten dort im Bundeskanzleramt den Bereich öffentlicher Dienst und Verwaltungsinnovation wie ich finde absolut spannend also die spannendste Position, die ich mir überhaupt vorstellen kann im Leben.
00:02:39: was bedeutet denn Verwaltungsinnovation aus Ihrer Sicht?
00:02:43: ja und welche Rolle spielt eigentlich das Bundeskantleramt dabei?
00:02:47: Ja, in unserer quasi Funktion für eigentlich wenn man das will so zwei große Säulen nämlich den quasi öffentlichen Dienst verstanden als quasi strategisches Personalmanagement für die Bundesverwaltung.
00:02:58: In Verbindung mit der Verwaltungsinnovation haben wir hier in der Tat eine sehr luxuriöse und ja vielleicht auch einzigartige Position dass wir sozusagen Innovationsthema Techniken, Innovationstechniken in der Bundesverwaltung mit personellen Fragestellungen verbinden können.
00:03:19: Das ist auch eine Perspektive die wir künftig stärker ausbauen wollen indem wir hier sozusagen auf beiden Klavier-Touren spielen können.
00:03:29: Ich glaube es ist eh in aller Munde das sozusagen digitale Transformation demografischer Wandel und ähnliche Dinge ja nicht nur neue Techniken und Anforderungen an den öffentlichen Dienst sozusagen in der Problemlösungskompetenz erfordern, sondern dass viele dieser Dinge ja gar nicht so sehr technische Themen sind.
00:03:48: Sondern am Ende des Tages Organisationsentwicklungsthemen, organisationskulturelle Themen und die lassen sich natürlich auch sehr gut mit Bereichen des Personalmanagements verbinden weil was die Themen natürlich ein, das wir das Innovation von Menschen angetrieben wird, Menschen im Dienstverhältnissen für den Staat arbeiten und das eigentlich alles sozusagen Um ein innovatives Substrat in einer Organisation in der öffentlichen Verwaltung zu schaffen, braucht es im Idealfall beides.
00:04:18: Nämlich die Förderung von Innovation in den Ministerien und den Dienststellen der Bundesverwaltung um auch natürlich die Personalwirtschaftlichen Rahmenbedingungen dafür.
00:04:28: Und ja da haben wir sozusagen den Luxus aber auch die Verantwortung hier für beides zuständig zu sein und das wollen wir gerne ausführen.
00:04:39: Ich habe ja gesagt, für mich ist es der schönste Job den man haben kann.
00:04:42: Vielleicht einfach noch mal die Nachfrage wie kam es eigentlich dazu dass sie das im Bundeskanzleramt zu bündeln?
00:04:48: Wie gesagt bei uns ist das über die Bundesverwaltung verteilt und es ist unglaublich schwierig die verschiedenen Ressorts überhaupt auf einen Nenner zu bringen dadurch, dass es eben nicht irgendwo an zentraler Stelle, übergeordneter Stelle auch passiert.
00:05:05: vielleicht Können Sie mal ein bisschen erzählen, wie es dazu kam und welche Erfahrungen auch Sie haben damit?
00:05:12: Wie die Zusammenarbeit dann mit den Ressorts funktioniert.
00:05:16: Dürfen sie denn alles bestimmen oder macht man das trotzdem im Konsensprinzip?
00:05:23: Historisch hat sich die Verwaltungs-Innovation früher oft den Namen Verwaltungreformen getragen, dass das hat sozusagen über die Jahre haben diese Bezeichnungen immer ein bisschen oszilliert.
00:05:37: Hat sich aber obwohl unsere Sektion auch mal schon in anderen Ministerien angesiedelt war, hat sich historisch aber sicherlich aus der Koordinationskompetenz des Bundeskanzleramts entwickelt.
00:05:48: Das Bundeskantelamt in Österreich hat ja streng genommen ist eigentlich nur unter Anführungszeichen im Ministerium.
00:05:55: Auch der Bundeskannsler hat im Ministerrat im Gremium der Bundesregierung eine Stimme und keine Richtlinienkompetenz gegenüber anderen Ministerien, aber trotzdem sozusagen in seiner Verantwortung für die Regierungskoordination einer sozusagen primus interbares Funktion bis zum gewissen Grad.
00:06:13: Und insofern war sowohl das zentrale Bündelung des Personalmanagements als auch wirklich Verwaltungsreformen und Innovationsbereiche, der auch nie ganz klar abgegrenzt war.
00:06:27: Da gibt es auch Themen die dann eher im Verfassungsdienst einer eigenen Sektion angesiedelt sind wie sozusagen die Kollaboration zwischen dem föderalen Bund und den Ländern und ähnliche Dinge regeln.
00:06:37: Eine sehr, sehr juristische Geschichte gab es dann auch immer den Bereich der digitalen Verwaltung, innovativen Verwaltungstechniken, Wettbewerber, Qualitätsmanagement, Instrumente und dergleichen mehr.
00:06:50: Und diese Geschichte wurde sowohl einerseits auf europäischer Ebene aber noch auf nationaler Ebene von unserer Sektion in unterschiedlichsten sozusagen Ausprägungen wahrgenommen.
00:07:03: Zum Thema was können wir, dass das Schöne an Verwaltungs-Innovationen an diesen Reformthemen ist.
00:07:13: Wir können es natürlich nicht anschaffen und befehlen.
00:07:15: Andererseits glaube ich bei Innovation da wäre Anschaffend Befehlen verordnet nach der falsche Zugang.
00:07:21: Ich glaube worum's hier geht man muss Rahmenbedingungen und Angebote schaffen die so attraktiv sind, dass sie sozusagen angenommen und gelebt werden.
00:07:29: also ich glaube auch kreativitätisch.
00:07:32: am Ende Innovation geht es in meinen Augen sehr stark um einen kreativen Prozess, der ausgelöst und ermöglicht werden muss durch Rahmenbedingungen.
00:07:42: Das kann man ohnehin nicht sozusagen verordnen, sondern da geht's glaube ich, dass meine Mehrbodenschaft auf dem innovativer Ideen- und Techniken wachsen können Ja, wie wir das angehen ist eh schon angeschnitten worden.
00:07:56: Ganz stark über Vernetzungsangebote weg auf die Best Practices präsentieren, Ressourcen auch bereitstellen in der Beratung bis zu guten Teilen Plattformen zu holen im digitalen Raum also im analogen Raum durch regelmäßige sozusagen Vernetzungstreifen und ja was und das weiterbringen verschiedenste Formate.
00:08:19: Wir wollen schauen, dass wir die Spitzen der Verwaltung in den einzelnen Ministerien zusammenführen und auch sozusagen Rahmenbedingungen von Innovation klären und natürlich auch verbreiten können.
00:08:36: Unser aktuelles Bestreben ist Früher wurde unsere Sektion sicher auch durch diese Personalzuständigkeit.
00:08:43: Waren wir sehr, sehr stark immer nur verbunden mit den sozusagen präsidialen Personalsektionen in der Bundesverwaltung und insofern war das alles auch das Innovationsthema sehr stark auf Personalentwicklung im weiteren Sinn fokussiert.
00:08:58: Später kam über das Common Assessment Framework schon der Qualitätsmanagementanspruch auch dazu, aber war sehr stark in den personalverantwortlichen Stellen verordnet was wir jetzt probieren wollen.
00:09:10: Da haben wir sozusagen eine eigene interministerielle Plattform geschaffen, dass wir eigentlich die Innovation auch in die Fachsektionen bringen wollen.
00:09:18: Die Innovation muss ja dort stattfinden wo der Staat sozusagen seine Produkte und Dienstleistungen erfindet und neu definiert.
00:09:26: Und das ist eben nicht nur der Personalbereich sondern das ist der Sichtabbildungsbereich, das Sicherheitsbereich, der Infrastruktur-Energiebereich.
00:09:34: Das ist ein aktuelles Thema an dem indem wir bemüht sind, hier neue Plattformen und Wege zu gehen und auch neue Kolleginnen und Kollegen zu erreichen.
00:09:45: Wow!
00:09:47: Das ist wirklich noch großartiger als ich dachte.
00:09:50: also dieses primus inter pares Mindset nicht alles besser wissen sondern einfach Dinge zur Verfügung stellen inspirieren Netzwerken usw.
00:09:58: von höchster Stelle Das ist ja im Prinzip so eine Art CTO, also Chief Tent Transformation Officer.
00:10:05: So was gibt es hier in Unternehmen?
00:10:07: Sowas haben wir im Staat so in dieser Form ganz selten.
00:10:12: zumindest wüsste ich nicht wie viele sowas haben.
00:10:15: Also wir haben sowas nicht finde ich ganz großartig dass sie mit diesem Mindset auch eingehen Nicht bestimmen sondern tatsächlich inspirieren für den Wandel.
00:10:23: so habe Ich das jetzt verstanden.
00:10:25: da bin ich gleich mal sehr gespannt Wie diese Rahmenbedingungen Sie haben ja davon gesprochen, Rahmenbedingungen schaffen für Innovation und Verwaltung.
00:10:36: Menschen miteinander vernetzen.
00:10:39: könnten sie das vielleicht noch mal konkreter machen?
00:10:41: Also wenn es darum geht beispielsweise für alle dasselbe System einzuführen, ob es jetzt der Personalrichtlinien geht
00:10:50: usw.,
00:10:51: die gehen Sie da genau ran damit diese Rahmenbedingerung für den Wandel gelingen können.
00:11:00: Ein großer Schritt, den wir gegangen sind, dass wir begonnen haben um auch auf die Bedeutung von Innovation als sozusagen technische Verankerung in den Organisationsanheiten hinzuwirken war das wir mit einer sogenannten Innovationsmessung gestartet sind.
00:11:15: Wir haben sozusagen alle Sektionen der Bundesverwaltung angeschrieben, sozusagen haben wir dann eine Null-Messung begonnen indem wir sozusagen unterschließen.
00:11:26: eine Erhebungstool unterschiedlichste Rahmenbedingungen von Innovationsfördernden Umfeld begonnen haben, darstellbar sichtbar und auch messbar zu machen.
00:11:35: Wir haben mit einer Nullmessung gestartet und wollen jetzt jährliche Innovationsmessungen durchführen wo wir einerseits fördernde und hemmende Bedingungen von Innovation strukturiert in allen Bereichen der Bundesverwaltung, Ministerial Verwaltung erheben sichtbar machen, ob es hier Entwicklungen und Verbesserungen gibt oder ob's zu Backlashes kommt.
00:11:59: Und auf der anderen Seite dann immer angebotseitig als Beispiel die Verwaltungen selbst oder die einzelnen Sektionen selbst darum ersuchen, dass ich quasi erfolgreiche Beispiele von Innovationen sichtbarmachen, von denen wieder sozusagen andere Einheiten erlernen können.
00:12:19: Das ist eine Form des Benchmarkings.
00:12:23: trifft es jetzt technisch nicht möglicherweise nicht sehr präzise, aber wir haben bei vielen Dingen schon sehr große oder glauben das ja stark daran und merken dass das wirkt weil dann schon ein Art Ehrgeiz entsteht.
00:12:37: Bei der ersten Messung fragen sich Leute warum tun wir das?
00:12:40: Aber irgendwie wollen die Leute dann doch besser werden und gibt es einen Interesse.
00:12:44: das Beispiel hat, dass man vorkommt und es kommen dann die einzelnen Ministerien, die solche Dinge möglicherweise in einen ersten Schritt als bisschen lästige Pflicht oder da muss man halt mitmachen.
00:12:54: Und irgendwie wird's dann zum Selbstläufer, dass die schon sagen können wir noch dieses Projekt einmelden um jenes?
00:12:59: Und dürfen wir im Zuge dessen daraus präsentieren also sozusagen einen positiven Sog erzeugen hier eigentlich gut zu sein.
00:13:08: Das ist glaube ich so eine der Geschichten, die wir jetzt gemacht haben weil Rahmenbedingungen Das müssen die Organisationen dann je nachdem, was sie tun.
00:13:17: Die Bundesverwaltung in Österreich und sich auch in Deutschland ist sicherlich zu von ihren Aufgabenstellungen um Zugängern, zu inhomogen.
00:13:25: wenn ich da in polizeilichen militärischen Strukturen und auch dort solle Innovation stattfinden das es hier glaube ich keine One Fits All Lösung gibt wo man sagt na gut da macht man eine Innovationsabteilung die besteht aus drei Menschen mit solchen Profil und dann funktioniert das schon, sondern das ist – ich sage da sind unsere Kolleginnen und Kollegen gut genug ausgebildet und ausgestattet.
00:13:49: Dass sie diese Dinge in ihren eigenen Bereichen, wie Sie das organisieren, ist mir ja eigentlich herzlich egal.
00:13:55: wichtig, dass es stattfindet und dass man sieht ob es Verbesserungen gibt und ob Ergebnisse stimmen.
00:14:01: Also drum sage ich Rahmenbedingungen nicht infrastruktureller Natur, sondern wir schaffen eigentlich Plattformen sozusagen sehr starker Zugang im Netzbereich.
00:14:13: Und der findet auf mehreren Ebenen statt, da gibt es regelmäßige Formate das sind sogenannte Community Connects die erfunden worden sind wo sich sozusagen die Innovationsverantwortlichen Teils in regelmäßig online Meetings auch Präsenz Meetings regelmäßig treffen können.
00:14:31: wir haben eine Verwaltungsinnovation Community wo es auch eine digitale Plattform gibt wo ein Austausch und so zu sagen News stattfinden und sozusagen der Gipfelpunkt, das sozusagen Jahreskreis ist.
00:14:42: Wenn wir das so nennen wie es dann unsere jährliche Innovät wo wir es dann versuchen auch wirklich eine, wenn's geht möglichst schöne und tolle Veranstaltung zu machen die auch sofern das Budgetär darstellbar ist immer auch einen gewissen Wertschätzungscharakter für die mit Innovationen beschäftigten Kolleginnen und Kollegen bieten sollen.
00:15:03: natürlich versuchen wir dass auch Teil unserer Sektion ist auch die Verwaltungsakademie des Bundes.
00:15:08: Das ist quasi eine zentrale Ausbildungseinrichtung, auf die wir mit Innovationslehrgängen und Ausbildungsformaten zielgerichtet natürlich auch Innovationsmanagement und Innovationstechtigen aktiv anbieten können.
00:15:25: und eine zweite sehr neue Sache, auf der wir große Stücke halten.
00:15:31: Wir haben ja vor zwei Jahren die Austrian School of Government eingerichtet.
00:15:37: Ich sage zu ein bisschen an der Hölte School of government, da haben wir uns schon Vorbilder genommen als sozusagen eigene Forschungs- und auch Ausbildungseinrichtung wo wir einen Executive Management Training ins Leben gerufen haben.
00:15:51: das ist ein verpflichtendes, haben wir vergangen Wie wir das halt schon noch manchmal ganz gern tun in der Verwaltung, haben wir so ein Gesetz festgelegt.
00:15:58: Das ist es geben muss.
00:16:00: Ein verpflichtendes auch relativ elitäres Topmanagement-Trainingprogramm für die Spitzenführungskräfte der Bundesverwaltung aber nicht nur Verwaltungen also der Fall noch exekutive Militär, auch die Gerichtsbarkeit drunter wo wir sozusagen ein einheitliches Ausbildung Format auf sehr hohem Level für die Topführungskräfte fahren wollen.
00:16:22: Und was wir dort eigentlich erreichen wollen, man hat jetzt nicht ausschließlich mit Innovationen zu tun, gebe ich schon Zutrunken vielleicht auch ein bisschen eine Werbeeinschaltung ist eigentlich ein Wir-Gefühl der Spitzenführungskräfte in der Verwaltung zu erzeugen.
00:16:35: Also nicht die Silos, man ist Finanzministerium, Innenministerium Justiz sondern eigentlich einen quasi gemeinsamen Steuerungsspirit über alle Ministerien hinweg.
00:16:46: gemeinsames Steuerungsverständnis und auch Verwaltungsverständnissen über Ministeriengrenzen hinweg zu generieren.
00:16:55: War jetzt vielleicht etwas, viel Information noch nicht ganz sozusagen...
00:16:58: Überhaupt
00:17:00: nicht!
00:17:00: Aber sehe ich alles in einem Tisch
00:17:01: haben.
00:17:02: Ich bin total begeistert.
00:17:03: Weil es ist ja wirklich leerbuchmäßig.
00:17:07: Ich würde sogar überschreiben mit dem Stichwort Es ist eigentlich Bildung für Transformation.
00:17:16: Also wie funktioniert Transformation?
00:17:19: Man bildet die Menschen aus, man inspiriert sie aber man gibt nichts vor.
00:17:23: und jetzt wende ich mich mal ganz kurz an unsere Zuhörenden weil ich rede manchmal zwischendurch mit denen sag ihnen genau darauf kommt es an.
00:17:31: also das ist der Unterschied vom Mindset her.
00:17:33: nicht Einer gibt vor, dass alle anderen das machen.
00:17:36: Das passiert leider sehr häufig.
00:17:38: also vor allen Dingen bei uns in Deutschland denkt man so funktioniert Innovationen sondern tatsächlich es gibt eine Einheit die nimmt sich die Zeit andere zu unterstützen zusammenzubringen vielleicht auch zu sensibilisieren.
00:17:50: was funktioniert was funktioniert nicht wo sind wir vielleicht unbewusst im alten Muster drin und wo können wir dann innovation wirklich fördern?
00:17:59: Und genau das macht diese Einheit also wirklich wunderschön.
00:18:02: so.
00:18:02: jetzt komme ich wieder zurück.
00:18:04: manchmal spreche ich mit meinen Zuhörnern oder mit unseren zuhörnen, weil dieser Unterschied der ist von außen nicht so sichtbar.
00:18:13: Wir benutzen oft dieselben Sprache und es ist aber irgendwo ein kleiner Punkt wo der Mindset ganz anders ist.
00:18:21: und bei Ihnen letztes dieser Mindset wir bringen die anderen zusammen.
00:18:24: Die Rahmenbedingungen schaffen Sie selbst?
00:18:27: Da mischen wir uns nicht ein.
00:18:28: das ist meistens der Punkt wo die Ressorts auch sehr empfindlich reagieren.
00:18:33: Wir regieren aber in die Ressorts rein und sagen denen, was sie zu tun haben.
00:18:37: Und das ist der entscheidende Unterschied und eine Gelingensbedingung sozusagen.
00:18:41: Sie haben ja auch schon gesprochen von der Innovate quasi dem Gipfeltreffen dieser Bemühungen über das ganze Jahr, wo sie es ganze Jahr schon online Meetings haben und Zusammenkünfte und auf allen Dingen diese wunderbare Ausbildung verpflichtend für die Mitarbeitenden.
00:19:00: Dieses Jahr, es steht ja die Innovate unter dem Motto Beyond Borders.
00:19:09: Es geht um Kollaboration in der Verwaltung als Hebel für Innovationen.
00:19:14: Können Sie da vielleicht ein bisschen etwas dazu sagen?
00:19:18: Also was wir sozusagen jetzt immer stärker als Themen und das hat teilweise wirklich ressourcengründe aber auch technologische Gründe.
00:19:27: Und am Ende des Tages, glaube ich, kam überhaupt fast schon naturgesetzmäßige Komponente.
00:19:32: Endlich gab es den Menschen, der jetzt ein bisschen philosophisch generell auszeichnet ist das er sozusagen besser als alle anderen Lebewesen gelernt hat dass durch Kollaboration zusammen Arbeit bessere Ergebnisse erzielt werden.
00:19:46: und letztlich ist Skalökonomie bis zum Gewissen gerade auch verfolgt einen ähnlichen Gedanken, dass ich sozusagen wenn ich Dinge im Größeren produziere sie oft effizienter sind und bessere Leistungen zeitigen.
00:19:58: Zeiten knapperer Ressourcen aber auch in technologischen Mandeln wir werken das ganz stark.
00:20:03: zum Beispiel beim KI-Einsatz ist es mehr und mehr notwendig, dass Ministerien übergreifende Infrastrukturen verfolgen werden.
00:20:11: beispielsweise haben wir in Österreich jetzt gerade GAFT GPT gelounscht digital souveräne KI-Lösung für die Bundesbediensteten, wo sozusagen auf sicheren europäischen Modellen KI Anwendungen in der Verwaltung auch mit sensiblen Daten.
00:20:29: Das ist Datenschutzkonform, das ist AI-Aktkonform und da sind natürlich Infrastruktur Dinge, die nicht ein einzelnes manchmal auch kleines Ministerium selber zur Verfügung stellen kann sondern da ist es notwendig allein schon aufgrund der Kostenstrukturen zu kollaborieren.
00:20:46: Insofern halten wir sozusagen und das macht sogar nicht einmal nur vor der Bundesverwaltung halt.
00:20:52: Diese Infrastruktur Anforderungen werden es auch notwendig machen, dass wir das auch nicht nur der Bund allein sondern der Bund mit Ländern und Kommunen gemeinsame Infrastruktur Dinge in diesen Bereichen finden werden.
00:21:04: Darum glauben wir, dass ein sehr zukunftsrechtliches Thema ist, weil wir lernen müssen über Organisationseinheiten hinweg besser zusammenarbeiten und sich auszutauschen.
00:21:16: Das ist der Schwerpunkt, wie gesagt, aus vielen Perspektiven aber auch ganz stark aus der digitalen Transformation heraus für uns ein heißes Eisenies, weshalb wir das zum Jahresthema heuer erkoren haben.
00:21:31: Ich glaube es wird uns noch länger Begleiten.
00:21:35: Wir haben ja.
00:21:35: parallel dazu, also das Thema wurde auch nicht ganz zufällig gewählt gibt es die sogenannte Reformpartnerschaft ist ein politischer Prozess der vom Bundeskanzleramt geleitet wird jetzt nicht von quasi meiner Sektion sondern mit einer politischen Ebene wo sozusagen Der Bund mit den Ländern und Kommunen in großen Themen, der Bildungsverwaltung, der Gesundheitsverwaltungen, ähnlichen auch versuchen Kompetenzverteilungen in manchen Bereichen neu zu denken.
00:22:02: Und auch dort ist der Kooperationsgedanke auf welchen Ebenen können Dinge besser und effizienter erledigt werden?
00:22:09: Natürlich ein ganz zentrales Thema weshalb wir uns auch entschieden haben sozusagen auf der Innovations-Ebene das Kollaborationsthema stärker zu forcieren.
00:22:21: Und ja, es ist ein manigfaltiges Thema das geht von resolver greifenden Projektmanagement bis zum wirklich Teilen von Infrastrukturen und auch rechtlichen Inflikationen die das ja immer wieder nach sich zieht in vielen Fällen auch dienstrechtliche Aspekte dann nach sich sieht wo wir dann versuchen mit unserer sozusagen Dienstrechtspersonal-Management Kompetenz auch Dinge anbieten zu können.
00:22:46: Ja breites Feld sozusagen
00:22:50: Ja spannend, weil Kollaboration ist tatsächlich wenn man es runterbricht der Kernpunkt damit Innovationen gelingt.
00:22:58: Es gibt da jetzt an die Community gerichtet ein ganz gutes Buch, The Survival of the Friendliest.
00:23:03: Also nicht auf the fittest sondern friendliest wo Anpassung also soziologisch gezeigt wird wie Anpassungen tatsächlich zu mehr Innovationen und auch zum Überleben von Spezies überhaupt geführt hat.
00:23:15: insofern ist das der absolute Kern und ich finde auch sehr gut gewählt An dieser Stelle ein kleiner Werbeblock, weil der Lukas Kastner aus dem Bundeskanzleramt wird zu uns kommen zum Mannschaftsfestival in Salzburg am vierundzwanzigsten September.
00:23:30: Dazu schreibe ich noch mal Informationen in die Show Notes dann könnt ihr euch da auch vielleicht mal umschauen ob ihr dabei sein wollt.
00:23:36: das wird sicherlich sehr spannend dann direkt einen Einblick zu kriegen.
00:23:42: Ich bin total begeistert, Herr Buchter-Karanka.
00:23:44: Was Sie mir erzählen ist wirklich so ein Traum.
00:23:47: Es wird gelebt und vor allen Dingen es funktioniert.
00:23:51: Eine Frage habe ich noch, das ist so ein Pain Point.
00:23:55: Wie schaffen Sie es denn sich auf einen Tool zu einigen?
00:23:58: Das ist immer bei uns immer ein großes Thema weil es gibt dann das KI-Tool X und das KI TOOL Y Und da kommt ja so ein bisschen zum Schwur.
00:24:09: wie schafft man es sich auf einem Tool zu Einigen?
00:24:11: vielleicht ist hier auch die Vorstellung dass man sich auf ein Tool einigen muss auch falsch.
00:24:16: Vielleicht kann man mit mehreren Tool starten und gucken was gut funktioniert.
00:24:23: Das ist in der Tat, das muss ich sagen im Kernpunkt auch gar nicht unbedingt unser Aufgaben fällt.
00:24:28: Aber muss man sagen es ist ein schwieriger Prozess und das gelingt manchmal besser, manchmal schlechter.
00:24:34: also wir haben wo's in Österreich sehr gut gelungen ist da waren die auf historisch starkes wirklich bei interpersonal IT.
00:24:42: Da gibt es doch eine große, das wäre mir eine sehr tief ausgeprägte Personal-IT deutschen Podcast kann man das auch sagen auf SAP-Basis.
00:24:52: Das ist sozusagen bei uns sehr, sehr tief verwurzelt und auch eine große Weiterentwicklungsgeschichte.
00:24:59: da waren wir immer relativ weit voran weil sozusagen die zentrale Personalabrechnung schon noch historisch eine große Geschichte war oder waren alle immer ganz dankbar dass wir das zur Verfügung stellen und auf seine Abrechnung kann man dann sehr viele andere elektronische Personalmanagement Prozesse aufsetzen.
00:25:19: Manchmal passiert das mit Gewalt, also wir haben zum Beispiel in Zug einer Bildungsreform da auch quasi die ganze Landeslehrer-Personal, das sozusagen einen großen Teil ausmacht.
00:25:30: Aber da musste man es dann wirklich mit Verfassungsbestimmungen in Österreich sogar aufnötigen, dass sozusagen hier auch die Länder, die digitale Personal das Bundessystem auf digitaler Ebene integrieren.
00:25:43: Bei Gaftschipiti ist es jetzt auch gelungen, dass man sozusagen eine quasi Bundeslösung, wenn die dir nicht verordnet das sie zu verwenden ist.
00:25:52: Aber sozusagen da gibt's den digitalen Portal verbunden oder dann gibt's ein bundesweites Angebot.
00:25:58: auf das wurde erst letzte Woche begonnen auszurollen.
00:26:02: aber wo ich jetzt sehr optimistisch bin darauf zurückgegriffen wird in anderen Bereichen das möchte ich aber auch nicht beschädigen gibt das nicht immer also quasi Ich glaube immer wieder Diskussionen im Zuge der IT-Konsolidierung, ob es einen sozusagen bundeskleinend gibt und einen einheitlichen.
00:26:19: Das ist bis da noch nicht gelungen hat aber dann auch sehr viele strukturelle Fragen im Sicherheitsbereich das sozusagen wenn man militärische Bereiche oder nachrichtendienstliche Bereich oder ähnliches mit einbeziehen da schnell auch einmal Anforderungen sehr speziell werden.
00:26:34: also ja es ist das sprichwörtliche Boren harter breiter.
00:26:37: ich glaube worum es dabei geht.
00:26:39: man muss hier immer so sagen Es öffnen und schließen sich Fenster und Türen.
00:26:43: Und ich glaube, man muss oft zur richtigen Zeit am richtigen Ort mit der fertigen Idee in das Schublade lauern.
00:26:50: Zum Beispiel dass man eine Bildungsreform zu solchen Dingen nützen kann.
00:26:54: Man muss das sozusagen als einen jagtlichen Chaconas irgendwie beifahren.
00:26:59: Verwandlungsreferentorischen Beifang bei anderen Resorten oder bei anderen Reformprojekten nützen.
00:27:04: Das glaube ich, ob das gelingt dann manchmal, manchmal aber auch nicht.
00:27:08: Das muss man vielleicht auch zugeben.
00:27:11: Also sie sind wie so ein guter Gärtner, der irgendwie schaut welche Dinge gut wachsen wo gerade ein Momentum ist.
00:27:18: Der Zusammenarbeit und nutzen da auch den ganzen Instrumentenkasten oder beziehungsweise nicht nur Sie sondern eben auch die Einheit.
00:27:26: man nutzt den ganzen instrumentenkasten von Koalition der Willigen bis über manchmal bisschen mehr Druck wenn dann wirklich großer Bedarf besteht.
00:27:36: aber man kann auch manchmal loslassen und warten bis bestimmtes Momentum.
00:27:43: Momentum ist ja ganz wichtig in der Transformation, also der Kairos, der richtige Moment muss einfach da sein.
00:27:51: bei manchen Themen und bei uns ist der Bundesklein auch noch nicht durchgegangen.
00:27:54: Also das ist ähnlich und manchmal hat es ja auch gute Gründe wie Sie sagen weil eben Spezialanforderungen sind die man eben noch nicht in eine Gesamtlösung gießen kann.
00:28:04: so Ja, sehr ehrlichen Worte.
00:28:09: Weil ich glaube das müssen wir mit einplanen dass es nicht automatisch geht.
00:28:15: man hat nicht eine Einheit die dann automatisch dafür sorgt dass immer alles funktioniert sondern es geht eben darum dass man gemeinsam durchs Ziel kommt und es kann dann sehr unterschiedlich sich auswirken.
00:28:27: So ehrlich es muss man dann auch sein, vielen Dank dafür!
00:28:32: Sie haben ja auch öfter jetzt Personalmanagement angesprochen.
00:28:35: ich weiß dass Ihnen Personalmanagement modernes Personalmanagement und vor allen Dingen digitales Personal-Management im öffentlichen Dienst sehr am Herzen liegt.
00:28:44: Wo stehen sie gerade in Österreich an welchem Punkt?
00:28:48: Und welche Herausforderungen gibt es dort die sie meistern?
00:28:53: Gut, ja also bei uns ein quasi großes Thema ist durchaus die weitere Digitalisierung des Personalmanagements.
00:29:01: Also für uns ist hier der nächste Schritt dass wir unsere Informationssysteme sozusagen anreichern wollen um standardisierte Aufgabenbeschreibungen auf allen Arbeitsplätzen das diese sozusagen digital verfügbar und abrufbar sind aus denen sich dann elektronisch Ausschreibungsunterlagen Aber auch um diese Erreicherung einheitliches Kompetenzmodell ergänzt werden sollen, weil wir natürlich in die Lage versetzt sein wollen was die quasi strategische Personalplanung künftig betrifft.
00:29:32: Dass wir nicht nur was wir derzeit schon tun prognostizieren können wo welche Leute in Pension gehen sondern dass wir wissen welche Kompetenzen damit abbehandeln wenn wir dann um.
00:29:42: auch das ist sozusagen daherre Anspruch den wir hier haben, das man auch sieht wenn er mal künftig durch technologische oder sonstige Änderungen gewisse Tätigkeiten nicht mehr nachgefragt werden.
00:29:55: Wo gibt es mehr Bedarf?
00:29:56: Wo geht der Bedarf zurück?
00:29:57: beziehungsweise aber wie kann ich durch die Abstraktion auf einer Kompetenzebene sozusagen dann auch Risk-Killing Programme für gewisse Bedienstetengruppen, die ich vielleicht so nicht mehr brauche sozusagen betreiben?
00:30:09: und dass wir uns hier eine strukturierte Informationsüberblick verschaffen, das ist im Moment eine relativ große unsichtbare Aufgabe.
00:30:18: Weil undankbar, weil es am Ende des Tages heißt ich muss für jeden unserer je nach Betrachtungsweise hundertvierzig bis zweihunderttausend Arbeitsplätze sozusagen natürlich Kompetenzprofile bei den einzelnen Arbeitsplatzen hinterlegen, die sozusagen nach standardisierten Kriterien hinterlegt sind damit auch eine strukturierte Abfrage und Auswertungstools drübergelegt werden können.
00:30:41: Das ist so ein Prozess!
00:30:42: Und wenn das gelingt dann lässt sich auf der Basis sehr vieles machen.
00:30:47: ich kann mir sozusagen wirklich Ausschreibungen generieren, eine Ausbildungskonzepte die natürlich auch Ausbildungsinhalte sich mit gewissen Kompetenzanforderungen matchen.
00:31:01: Das erfordert eine sehr gute Datengrundlage und das ist eine Geschichte, die ja langweilig klingt und boah an harter breiter bedeutet.
00:31:09: aber ich glaube wenn das einmal aufgesetzt ist haben wir hier einen großen Sprung nach vorn gemacht.
00:31:17: Sie haben gerade ein wichtiges Wort gesagt und zwar unsichtbare Arbeit.
00:31:21: Das sind nun mal dieses Arbeiten an der Struktur, arbeiten in den Rohren die unterhalb der Erde liegen.
00:31:28: Die sieht man nicht!
00:31:29: Wir sind oft so Leuchtturm-Afin und wollen Dinge machen wie andere sehen.
00:31:34: aber das sind tatsächlich diese dicken Bretter, diese unsichtbaren Arbeit, die sich dann später extrem auszahlt.
00:31:41: Danke dass sie das noch einmal erwähnt haben weil nicht alles was man macht ist sichtbar.
00:31:47: Das ist immer im Portfolio wahrscheinlich so ein Mix aus sichtbaren und unsichtbaren Dingen, aber die unsichtbarem Dinge sind nun mal eben im Zeitgeist wichtig dass man sie macht und ich freue mich das ihr da so angeht.
00:31:59: wir sind ja auch dabei und es ist wirklich ein sehr sädiges Brett.
00:32:04: Zum Thema KI und Führung.
00:32:07: Sie hatten es auch angesprochen, wie wichtig Ihnen jetzt KI ist?
00:32:10: Und sie haben ja selbst ein KI eingeführt.
00:32:13: KI kann man in zweifacher Hinsicht sehen.
00:32:16: entweder es verschlangt Arbeitsprozesse und die fallen dann einfach gar nicht mehr an in der Verwaltung und das andere ist, dass KI aber genutzt wird von Mitarbeitenden als sozusagen der elektronische Mitarbeiter.
00:32:33: Also jemand, der die Arbeit für einen selbst erledigt oder einen unterstützt.
00:32:38: Wo genau kommt bei Ihnen so KI im Einsatz?
00:32:42: Oder perspektivisch im Einsatz geht es mehr um diese generative KI, die Verwaltungsprozesse erledigt und verschlankt oder mehr als Unterstützung für den Mitarbeitenden?
00:32:56: Oder ist es eher so eine Art Mix?
00:32:59: Ich glaube, das ist jetzt in einem ersten Schritt.
00:33:02: Da gibt's natürlich ganz unterschiedliche Geschwindigkeiten.
00:33:05: Also ich glaube dass sehr viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gibt die das schon Wurst, ob wir seine Bundeskari zu verfügen gestellt haben oder nicht Teilweise jetzt sicher schon private KI-Tools sehr, sehr intensiv nutzen.
00:33:19: Ich hoffe sie haben unsere Kollegen oder bin mir sicher die haben ja da hingehen Schulungsangebote natürlich durchgemacht und wissen was sie da dürfen nicht dürfen.
00:33:28: das heißt ich glaube es gibt hier sehr unterschiedliche Geschwindigkeiten.
00:33:31: Ich glaube aber trotzdem, dass die Verwaltung in einem ersten Schritt einmal gefordert ist lernen mit KI zu arbeiten.
00:33:38: Weil erst wenn ich sozusagen die Möglichkeiten gut ausloten kann was Systeme wissen wiederum die Aufgabenstellungen sind hoch inhomogen.
00:33:48: Wir arbeiten Österreich auf zwei Ebenen.
00:33:50: Das eine ist, es gibt natürlich so generelle Use-Cases für die man generell Lösungen zur Verfügung stellen kann – das können sein Übersetzungstools, das können seinen Textzusammenfassungen und ähnliches als Use- Cases, die es überall gibt.
00:34:03: ob ich dann aber einzelne Verwaltungsprozesse agentisch auch automatisieren kann oder nicht?
00:34:09: Das wird immer vor Ort in den kleinen Einheiten entschieden werden.
00:34:15: Pilotprojekt bei uns in der Sektion wird eh auch von unserer Innovationsabteilung betreut.
00:34:20: Da haben wir gesagt, wie können wir KI überhaupt ausprobieren?
00:34:24: Wo wie viel geht?
00:34:25: und da haben wir so einen Format von KI-Sensorinnen, haben wir es genannt Initiat, wo wir sagen jede Abteilung muss bei uns einen KI verantwortlich jemanden, der da hoffentlich auch ein bisschen interessiert an dem Thema ist nominieren.
00:34:37: Wie sollen sich regelmäßig reinvestieren?
00:34:39: Diese Arbeitszeit der Leute, die sollen sich regelmässig greifen können und sich wechselseitig helfen.
00:34:44: was hat einer schon ausprobiert das hat die andere?
00:34:47: ausprobieren mit welchem Tool glaubt welche Geschichte besser dass man sich gegenseitig hilft?
00:34:52: um einmal auszulogen war es in den einzelnen Aufgabenbereichen überhaupt möglich ist?
00:34:58: Ich glaube, wir sind sehr stark.
00:35:00: Wenn man es jetzt generell sieht in diesem Prozess ausprobieren und ausloten wo was geht gibt natürlich andere Anwendungen auch in der spezifischen Verwaltungsmaterien, in der Kartografie im Wetter, in Betrugsbekämpfung oder in Finanzverfahren.
00:35:18: dort gibt es schon sehr lange ob es KI-Tools oder nur Smart Data Anwendung sind.
00:35:27: technologisch gar nicht beurteilen, weil ich dazu schlicht nicht in der Lage bin.
00:35:31: Aber in facher Anwendungen gibt es natürlich viel spezifische Rettin, aber ich glaube so in der Gesamtbetrachtung sind wir eigentlich eher mal in diesem sozusagen ausprobieren und ausloten was da ist und eigentlich dieses Lernen mit KI als Assistenztool.
00:35:46: bis jetzt einmal glaube ich die vorherrschende Geschichte noch nicht wirklich.
00:35:49: der konkrete Ersatz einer Mitarbeiter seiner Mitarbeiterin
00:35:53: Ja, sehr schön.
00:35:54: Also das ist ja wirklich leerbuchhaft.
00:35:56: also wieder zwei Komponenten die ich bei Ihnen erkenne als Muster.
00:36:00: zum einen dass man gar nicht mit dem Anspruch geht es jetzt alles über KI und sofort eine große Lösung gefunden wird sondern tatsächlich erst mal ausprobieren schauen wo Use Cases sind und die Sensoren unterstützen dabei dieses das Ganze in die Fläche kommt und zwar durch konkrete Menschen, die sich verantwortlich fühlen.
00:36:21: Das sind zwei leerbuchartige Muster wie man sowas auch in die fläche bringt und sie machen das genauso.
00:36:31: wirklich fantastisch.
00:36:33: Ich bin extrem begeistert von ihrem Ansatz und bin sehr dankbar, dass wir dieses Gespräch führen können und weil es das viele zuhören und sich von ihnen inspirieren lassen da bin ich mir ganz sicher!
00:36:44: Und ich hätte jetzt noch eine Abschlussfrage an Sie und vielleicht auch die Bitte wenn sie nochmal irgendwas mitgeben möchten zum Schluss an die Zuhörenden in Deutschland aber inzwischen auch in der Österreich- und auch in den Schweiz im deutschsprachigen Raum einfach mal den Blick nach vorne zu richten in die Zukunft, in fünf Jahren.
00:37:02: Das fühlt sich lang an aber ist ja eigentlich auch schon bald.
00:37:07: Woran würden Sie denn erkennen?
00:37:09: Dass Österreich bei der Verwaltungs- innovation und dazu gehört auch das Personalmanagement einen großen Schritt nach vorne gegangen ist?
00:37:16: also wie es da ihr vielleicht auch Ihr persönliches Wunschbild hat, dass sie reinarbeiten.
00:37:22: Ein Aspekt den ich mir wirklich wünschen würde Und zwar nicht nur zwischen den Führungskräften, ich hätte das auch gerne zwischen den Mitarbeitern.
00:37:30: Aber sozusagen grössentechnisch starten wir da durch unsere quasi Executive Management Community ein stärkeres Wir gefüllter Bundesverwaltung weil ich glaube so die ganzen politischen Landschaften und auch sonst wird sozusagen alles eh immer sozusagen erratischer alleatorischer und ich glaube die Verwaltung sollte schon ein stabiles Betriebssystem für die Demokratie sein.
00:37:53: Und ich glaube, was heißt stabiles Betriebssystem?
00:37:57: Wir sind ein Dienstleistungsunternehmer.
00:37:59: Das heißt diese Stabilität kann aus einem sozusagen Zusammengehörigkeits- und Wiergefühl aber nicht verstanden als Quasi-Wagenburg-Mentalität wie gegen die anderen sondern sozusagen die Verwaltung als Organisationskollektiv hier einen stärkeren gemeinschaftlichen Geist.
00:38:16: und der ist eben nur durch sozusagen Vernetzung, Austausch, wechselseitiges Verständnis.
00:38:23: Und dafür muss man auch Begegnungsräume schaffen, sei es eben durch Geschichten wirklich Veranstaltungen wie eine Innovate oder gemeinsame Schulungsformate wie Management Trainings und daran an sozusagen antockende sozusagen Diskursveranstaltung in Diskursräumen ist.
00:38:39: Ich möchte es anekrotisch schon noch erzählen, wenn der Platz bleibt.
00:38:42: Wir haben dieses Training begonnen und das ist eigentlich verpflichtende Maßnahme.
00:38:46: Das war am Anfang so ein bisschen mit Nasen rünfen.
00:38:48: Wieso müssen da jetzt Top-Managerinnen und Manager sich da sozusagen vom Gesetz wie altvaterisch ist das Verpflichtend in einen Kurs setzen?
00:38:56: geändert hat es aber darin, dass die dann freiwillig gesagt haben wir würden gern Fink-Tanks gründen außerhalb der Dienstzeit.
00:39:01: Haben freiwillige in ihre Ministerien eingeladen.
00:39:04: mittlerweile wird das zur Competition Werder die tollere Veranstaltung und den tolleren Diskursraum zur Verfügung stellt.
00:39:10: also so sind über die Ansicht die verpflichtenden Trainings einheiten hinaus.
00:39:16: ich glaube diese Geschichte eine selbstbewusste Verwaltung zu erzeugen weiß, was sie kann.
00:39:24: Ich glaube gar nicht, dass es so viel dazulehren muss.
00:39:26: Es reicht schon zu wissen, was man eigentlich kann und wozu man da ist.
00:39:31: Das würde mich sehr, sehr freuen!
00:39:33: Und ja, Innovations-, also natürlich diesen Innovationsgeist der aber schon da ist.
00:39:39: ich möchte gar nicht so tun als wäre Verwaltung derzeit nicht innovativ das stimmt ja nicht.
00:39:43: Also wie schnell eigentlich politische Wünsche Vorgaben umgesetzt werden können Das ist ja dann doch immer wieder beeindruckend, wie schnell rechtliche aber auch processuale Lösungen für Probleme geschaffen werden können.
00:39:59: Ich glaube ein Marker wird schon werden, wie gut wir und das wäre.
00:40:05: in fünf Jahren wird es spannend, wie gute diese digitale Transformation hinkriegen.
00:40:10: Ob wir hier ein gutes Tempo gewählt haben nämlich kein fahrlässig zu schnelles Weil wenn man auf Dinge setzt, es geht.
00:40:17: Der Staat muss schon noch diese Resilienzperspektive und darum ist jetzt digitale Souveränität.
00:40:24: Und digitaleSoveränität heißt ja nicht nur unabhängig sein von ausländischen oder quasi von technologischen Lösungen die man sozusagen politisch nicht immer ansteuern kann sondern da geht's auch um eine Art Robustheit- und Ausfallsicherheit.
00:40:37: Und so zu sagen ob wir hier das richtige Tempo wählen einerseits die Entwicklung nicht verschlafen andererseits aber auch nicht auf den zu schnellen falschen Zug aufspringen oder wenn wir das tun, da darf man ja auch dann aber rechtzeitig erkennen, wenn der in die falsche Richtung fährt.
00:40:53: Ich glaube daran würde ich das jetzt vielleicht ein bisschen diffusung schrieben, aber daran würde sich erkennen ob wir diese, ob wir da unsere Aufgaben gut gemacht haben.
00:41:03: Ach schön!
00:41:05: Ja vielen Dank dass Sie uns dran erinnert haben was wir alles können was alles in uns steckt, dass es eigentlich da ist.
00:41:13: Dass wir es abrufen müssen welche Kraft wir auch haben und das wir den richtigen Tempo finden werden zwischen resilient und innovativ, weil in der Tat wenn wir zu schnell sind dann sind wir auch angreifbar für Dinge die vielleicht überhaupt gar nicht sinnvoll sind bei uns.
00:41:30: Also da besonnen zu agieren.
00:41:33: Danke dass Sie uns daran erinnert haben und die Zuversicht vermittelt haben das wir genau das schaffen.
00:41:38: Das kam bei mir jedenfalls sehr stark an.
00:41:41: ich habe das Gespräch extrem genossen mit Ihnen und wünsche Ihnen von Herzen viel Erfolg bei Ihren Projekten dass Sie den Lukas Kastner nach Salzburg schicken.
00:41:51: Wir werden ihn löchern mit Fragen, ich spiele ihn nach dem Interview, das wir vorher veröffentlichten und ihm mal auf den Zahn fühlen wie man das vielleicht auch noch einmal nachmachen kann.
00:42:01: Herzlichen Dank für das Gespräch Herr Wuchtler-Kadanker.
00:42:03: Nachwien!
00:42:04: Danke für die liebe Einladung und ich freue mich auf ein nächstes Zusammentreffen
00:42:14: Und das war es bei Letz Start Inspiration aus dem Staatsapparat Mit Dorit Bosch.
00:42:20: Schreibt mir gerne und abonniert diesen Kanal, damit ihr keine Folge verpasst.
00:42:26: Letz Start!
00:42:26: Viel Spaß bei der Umsetzung.
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