# 113 Innovationsmut – Was Verwaltung von der Cyberagentur lernen kann

Shownotes

Wie entsteht echte Innovation im Staat? Professor Dr. Christian Hummert, Forschungsdirektor und Geschäftsführer der Cyberagentur, gibt spannende Einblicke in die Arbeit einer Organisation, die Zukunftstechnologien für die Sicherheitsbehörden von morgen ermöglicht.

Wir sprechen über:

warum Innovation Freiräume und Vertrauen braucht, weshalb Fehler kein Scheitern, sondern Fortschritt sind, wie interdisziplinäre Zusammenarbeit neue Ideen entstehen lässt, welche Rolle digitale Souveränität für Deutschland spielt, und warum Bürokratie Innovation manchmal ausbremst. Ein Gespräch über Zukunft, Mut und die Frage, wie der Staat innovativer werden kann.

WICHTIG: Die Cyberagentur sucht derzeit Ideen für den „Cybersicheren Verwaltungsarbeitsplatz der Zukunft“. Der Ideenwettbewerb läuft noch bis zum 18. August – mit einem Preisgeld von 150.000 Euro für die drei besten Ideen. Weitere Informationen findet ihr hier

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00:00:02: Letzts Start, Inspiration aus dem Staatsapparat mit Dorit Bosch.

00:00:06: Schön dass ihr dabei seid!

00:00:09: Ich stelle euch inspirierende Menschen vor die mit Mut, Offenheit und Kreativität unser Staatswesen transformieren ganz nach dem Motto

00:00:19: Wir

00:00:19: sind der Staat.

00:00:32: Rommelwirbel mein heutiger Gast ist für mich eine der bemerkendsten Führungspersönlichkeiten im öffentlichen Bereich wenn es um Innovation und Zusammenarbeit Aber auch um Zukunftsdenken geht.

00:00:43: Es gibt nämlich dafür eine richtige Einheit und Prof.

00:00:47: Dr.

00:00:47: Christian Humath ist Informatiker, Honorarprofessor für IT-Sicherheit und Forschungsdirektor sowie Geschäftsführer der Achtung, Agentur für Innovation in das Cyber-Sichert Kurz, Cyberagentur.

00:01:00: Super!

00:01:01: spannend, was er da macht und quasi im Auftrag der Innovation unterwegs.

00:01:06: Seine Aufgabe ist es nämlich Rahmenbedingungen zu schaffen in denen Neues entstehen kann also dort wo klassische Strukturen oft an ihre Grenzen stoßen.

00:01:14: ich liebe sowas und ich bin total gespannt was Professor Humath jetzt heute erzählt.

00:01:19: und die Cyberagentur ist nämlich dem Geschäftsbereich des Bundesministeriums der Verteidigung zugeordnet und arbeitet gleichzeitig auch mit dem Bundesministerium das Innern zusammen Ministerien, die für die Cyberagentur zuständig sind.

00:01:34: und jeder der sich damit auskennt weiß das ist eine total spannende Konstellation.

00:01:40: Denn Cyber-Sicherheit endet nun mal nicht an den Ressortgrenzen, es ist eine gesamtstaatliche Aufgabe für Bund, Länder und Kommunen gleichermaßen ja und betrifft auch neue Formen der Zusammenarbeit.

00:01:49: ich freue mich total auf Sie lieber Herr Prof.

00:01:52: Dr.

00:01:52: Christian Hummer.

00:01:53: schön dass sie bei Letz Start sind.

00:01:56: Hallo!

00:01:57: Ich freu mich auch hier zu sein.

00:01:58: Ich freue mich auf dem Podcast, den wir jetzt aufnehmen.

00:02:01: Viele kennen den Namen vielleicht der Cyberagentur, aber wenig wissen was das macht.

00:02:06: Vielleicht erzählen Sie einfach nochmal kurz für all diejenigen, die hier zuhören und denken, oh, das klingt spannend!

00:02:11: Aber was ist denn eigentlich die Idee hinter der Cyber-Agentur?

00:02:14: Und was unterscheidet sie vielleicht auch von einer klassischen Behörde oder Forschungseinrichtungen?

00:02:19: Die Cyber-Agentur wurde vor fünf Jahren gegründet.

00:02:23: Wir hatten letztes Jahr unser fünffjähriges Jubiläum.

00:02:29: Unsere Division, die hinter der Agentur steht ist die Steigerung der digitalen Souveränität der Bundesrepublik Deutschland

00:02:37: im Cyberraum.

00:02:38: Im Bereich der Cyber-Sicherheit und man hat in dieser Zeit eine ganze Reihe von Einrichtungen gegründet Behörden, Agenturen, die alle auf dieses Ziel digitale Souveränität einzahlen zum Beispiel die ZITIS in München oder die CENTIS oder den Digital Service Die Mission der Cyberagentur.

00:02:58: wir finanzieren Forschung.

00:03:00: Also viele Leute glauben, dass wir die fantastischen Dinge machen und was weiß ich?

00:03:03: Durch Renzum wäre verschlüsselte Hochschulen entschlüsseln oder Cyberangriffe abwehren.

00:03:09: Wir finanzierend Forschung also wir nehmen Geld aus dem Verteidigungshaushalt und aus dem Innenhaushalt und finanziert damit Forschung für Dinge, die die Polizei oder der Bundeswehr oder die Nachrichtendienste morgen brauchen.

00:03:26: Man hat uns damals bewusst als eine GmbH gegründet, also wir sind weder Behörde noch Forschungseinrichtungen.

00:03:33: Das war quasi doppelt falsch!

00:03:35: Wir sind eine GMBH weil man glaubte, wir hätten dann etwas mehr Freiheiten insbesondere in Bezug auf unsere Mitarbeiter angemessen zu bezahlen oder auch im Vergaberecht.

00:03:48: und wir sind keine Forschungseinrichtungen nicht selber forschen dürfen, das ist uns sogar verboten.

00:03:55: Wir finanzieren Forschung also wir sind quasi eine Beschaffungs-Einrichtung und wenn man sich das jetzt anguckt hat die Cyberagentur so vier Rahmenbedingungen?

00:04:05: Also wir sollen solche Forschung finanziert, wie irgendwas mit Cyber Sicherheit zu tun hat.

00:04:11: Also wir sehen das durchaus breit, also Cyber Sicherheit ist einmal das sicherste machen von IT-Systemen gegen Hacker angriffen, aber zum Beispiel auch Behördenbefähigung.

00:04:22: Also die Frage was für Fähigkeiten brauchen Behörde und für Werkzeuge um auch in Zukunft ihren Aufgaben nachkommen zu können?

00:04:30: Und wir schauen uns auch so Schlüsseltechnologien an wie für die Cyber Sicherheit der Zukunft relevant sind.

00:04:37: Wir arbeiten immer bedarfsbezogen als es finden immer in der Bundeswehr oder im DSI oder in der Polizei eine Fähigkeitslücke.

00:04:48: Diese Lücke anressieren wir dann mit Forschung.

00:04:51: Das heißt, wir fördern Forschung nicht weil sie exzellent ist oder weil exzelente Leute dahinter stehen sondern wenn man diese Forschen braucht also immer bedarfsbezogen.

00:05:01: und jetzt kommen zwei Rahmenbedingungen die etwas seltsam klingen.

00:05:05: Wir sollen nämlich solche Projekte fördern die ein hohes Risiko des Scheiterns haben.

00:05:10: Der Rechnungshof hat sogar gesagt neunzig Prozentrisiko des scheiternes Und das klingt komisch Weil normalerweise finanziert man ja Dinge wo man glaubt, dass auch was rauskommt.

00:05:20: Aber die Idee ist das es vielleicht solche Technologien gibt an die niemand so richtig glaubt und deswegen auch niemand darin investiert.

00:05:28: Und wenn es aber doch klappt dann wäre es so cool, dass es wirklich mal etwas verändert, dann wäre's diskutiv und da muss eben der Staat eingreifen mit seinem Geld.

00:05:38: Wir sollen sehr weit in die Zukunft spucken also wir sollen Probleme lösen, die die Behörden in zehn bis fünfzehn Jahren haben werden Und das im Bereich der Cyber-Sicherheit sehr, sehr weit.

00:05:49: Also vor fünfzehn Jahren hat es noch drei Jahre gedauert bis Siri auf das erste Handy kam und die Handys in fünfzehnen Jahren aussehen – das ist dann etwas mit dem wir Cyber-Accounten uns beschäftigen.

00:06:00: Oh, ist das spannend!

00:06:02: Sie haben ja die ganze Zeit mit Zukunft zu tun Sie leben ja quasi dann in der Zukunft die ganze Zeit.

00:06:09: Ist ja total aufregend, da hätte ich gleich mal eine Nachfrage und zwar ist es eher ein Vorteil wenn man eine GmbH ist oder ein Nachteil?

00:06:17: Und machten sie sowas ähnliches wie die Sprint?

00:06:22: Okay zwei gute Fragen also.

00:06:26: Ich würde sagen uns als gmbh zu gründen war die wichtige Entscheidung.

00:06:31: Also bestimmte Dinge sind schwierig.

00:06:34: Ja also wir denken zum Beispiel an Geheimschutz also an die Frage, dass man bestimmte Umgang

00:06:42: mit eingestuften

00:06:43: Dokumenten ist für eine GmbH deutlich schwieriger als eine Behörde.

00:06:46: Und da haben wir so einen extra Verwaltungsaufwand.

00:06:49: Viele Dinge sind für uns auch einfacher als für Behörden und ich glaube es war die richtige Entscheidung.

00:06:56: Die Sprint ist unsere zivile Schwester.

00:06:59: Also traditionell hat man in Deutschland die militärische Die zivile Forschung getrennt und als man vor fünf Jahren die Cyberagentur gegründet hat, und die Sprint hat man sich entschieden zwei Agenturen zu gründen.

00:07:12: Die zivilen Sprint- und die Dualuse-Cyberagenture, die für die Sicherheitsbehörden

00:07:18: arbeitet.

00:07:20: Das heißt, die Sprinton macht sehr ähnliche Dinge wie wir.

00:07:24: sie macht sie aber anders.

00:07:26: also Tatsächlich gab es immer wieder mal die Debatte, die beiden Einheiten auch zusammenzulegen.

00:07:31: Aber ich glaube das ist vom Tisch weil sie sich Cyber-Agentur entspringt einfach in sehr verschiedene Richtungen entdeckt

00:07:37: haben.

00:07:38: Wie suchen Sie die Projekte aus?

00:07:40: oder wie kommen man denn dazu einen von Ihnen gefördertes Projekt zu werden?

00:07:45: Okay also eigentlich haben wir zwei Wege.

00:07:48: Also eigentlich ist die Cyber Agentur ihren Dienstleist Da.

00:07:50: wir haben Bedarfsträger Das heißt die Bundeswehr oder das BSI könnte uns beauftragen und sagen jetzt, liebe Cyberagentur macht doch mal ein Projekt hierzu.

00:08:01: Und dann würden wir eben prüfen also ist dieses hierzu?

00:08:03: hat das A mit Cyber Sicherheit zu tun?

00:08:06: B hat das ein hohes Risiko.

00:08:08: C liegt es zehn bis fünfzehn Jahre in der Zukunft.

00:08:11: und dann gibt es D immer noch so eine Redundanzprüfung Also Verbot der Doppelförderung.

00:08:16: Das heißt für Prüfen gibt es eigentlich irgendjemand anders wer das finanziert?

00:08:19: weil wenn ich möchte dass Geld doppelt ausgegeben wird Wenn wir dreimal Jahren einmal rein haben Das passiert tatsächlich relativ selten.

00:08:29: Die allermeisten Projektideen, die wir kriegen von den Bedarfträgern scheitern an den zehn bis fünfzehn Jahren weil die Polizei und auch die Bundeswehr hat gerade so viele Aufgaben dass sie ihre Probleme jetzt haben.

00:08:44: Also so viel zu tun, also in diesen Behörden insbesondere ist es so viel Arbeit.

00:08:50: Das Niemlernzeit hat sich mal hinzusetzen und drüber zu spinden die kann die Welt in fünfzehn Jahren aussehen.

00:08:56: Wir haben das inzwischen ein bisschen umgedreht.

00:08:58: zur Angebotsbetrieb.

00:09:00: Mein größtes Team ist der Bereich Innovationsmanagement, dann machen wir Trendstudien, Szenario, Workshops, Foresight-Analysen.

00:09:10: Dann entwickeln die Projekte Ideen und mit diesen Projekten gehen wir aber wieder in die Behörde.

00:09:15: Und das klappt sehr viel besser!

00:09:16: Wenn man sagt hey, wir hatten folgende Idee können ihr euch vorstellen dass das was für eure Arbeit ist?

00:09:22: Dann sind sie oft sehr offen weil man über etwas Konkretes redet und dann kommt aus kommen fantastische Ideen raus.

00:09:28: Wir machen kein Projekt wo sich so ein Bedarfsträger nicht committed.

00:09:32: Committed heißt, dass er das Projekt von Anfang bis Ende begleitet und auch an den monatelichen Projektmeetings teilnimmt.

00:09:39: Was wir nicht möchten ist, dass wir irgendwas finanzieren und in zehn Jahren sagt uns die Bundeswehr, aber wir wollten es ja ganz anders.

00:09:45: Das heisst, wir nehmen sie immer mit, aber viele Ideen entstehen hier im Dersalberventur.

00:09:51: Aber wir nehmen Ideen von jedem!

00:09:52: Wenn Sie eine coole Idee haben, wo Sie denken, das sollte schon immer mal erforscht werden, dann würde der Polizei das Leben einfacher machen.

00:10:01: Sie kriegen auf jeden Fall eine Antwort, ihre Idee finden und vielleicht wird sie ja sogar finanziert.

00:10:07: Oh je Herr Hummer!

00:10:07: Jetzt haben wir aber was angestellt.

00:10:10: nicht das jetzt alle hier schreien Aber vielleicht, wer weiß?

00:10:16: Vielleicht gibt es hier ganz tolle Ideen die noch nie das Licht der Welt erblickt haben.

00:10:21: Also Sie haben etwas ganz Interessantes angesprochen.

00:10:23: also einmal toll dass sie diesen Mechanismus umgedreht haben.

00:10:26: also von ne sagt uns was ihr braucht.

00:10:29: zu.

00:10:30: schaut mal hier ist unser Angebot und da komme ich auf das Stichwort Rahmenbedingungen für Innovation und Sie haben schon zwei Stichpunkte genannt.

00:10:37: also einmal ist Zeit Dass man überhaupt sich damit beschäftigen will, dass man nicht unter den Alltagsaufgaben stiegt.

00:10:46: Man braucht Raum für Innovation – das habe ich so rausgehört und das andere war das Commitment.

00:10:53: Was braucht man noch für Rahmenbedingungen?

00:10:55: Oder vielleicht können Sie einfach mal so erklären wenn man mit Ihnen zusammenarbeitet oder auch nicht mit ihnen zusammen arbeitet selber Innovation schöpfen möchte was sind die Rahmenbedingerung für Menschen für kreative Lösungen?

00:11:09: Also erst mal

00:11:10: kommt es natürlich auf die Menschen an.

00:11:12: Die besten Ideen entstehen, wenn ganz verschiedene Menschen Kaffee trinken.

00:11:17: Wenn man Dinge aus einer ganz anderen Perspektive gespiegelt kriegt das Team in der Cyberagentur ist unglaublich interdisziplinär.

00:11:26: wir haben Informatiker Elektrotechniker Neurologen Biologen Quantenphysiker Wir haben einen Kunsthistoriker Wir hatten ein Theaterwissenschaftler bei uns.

00:11:36: Und wenn man solche Menschen zusammensteckt und die immer wieder sagen, verstehe ich nicht, erklär's mir noch mal.

00:11:42: Die zusammen am Kicker stehen dann passieren wunderbare Ideen.

00:11:47: Also das Team muss heterogen sein, es muss interdisziplinär sein.

00:11:51: Das ist das Ei.

00:11:54: Zweite ist in meinen Augen Fehlerkultur.

00:11:58: Das Schlimmste.

00:11:59: Wenn Menschen gerade im Behörden das Gefühl haben, wenn sie was falsch machen werden Sie bestraft.

00:12:06: Dieses Mindset, wer nichts macht, macht nichts falsch und wer nichts falsch macht wird befördert.

00:12:11: Das ist der Tod jeder Innovation!

00:12:14: Wir lieben Fehler ja?

00:12:15: Wenn Leute irgendwas ein Fehler gemacht haben, dann machen wir ein Lessons Learned und gucken was können wir daraus lernen?

00:12:23: und schreiben das auf und reden gemeinsam darüber dass wir das nächste mal besser machen.

00:12:28: Elon Musk ist siebenmal Konkurs gegangen mit Start-ups, bevor er der reichste Mann der Welt wurde.

00:12:33: Wer würde in Deutschland jemandem, der auch nur zweimal Konkuss gegangen ist noch Geld für das dritte Start abgeben?

00:12:40: Das ist eine Mindsetfrage!

00:12:42: Wir müssen den Leuten auch vertrauen und wir müssen sagen okay Fehler sind okay, Fehler sind fürs Gutes für uns Und dieses Vertrauen, das ist halt etwas, in dem sich auch insbesondere Verwaltung sehr schwer tut.

00:12:57: Compliance, das sind alles wichtige Themenberichtspflichten und wir haben es auch.

00:13:01: Also wir schreiben ohne Ende Berichte an unsere Fachaufsicht aber zumindest intern in unserer Organisation brauchen wir eine Fehlerkultur und auch Vertrauen und das bedeutet dass Führungskräfte auch für Mitarbeiter einstehen.

00:13:17: Wenn hier ein Fehler passiert, dann ist für mich klar dass ich sage ja ich habe etwas falsch gemacht.

00:13:22: das war meine Cyberagentur.

00:13:24: Ich bin hier der Forschungsdirektor und wenn ihr irgendwas schief gelaufen ist müssen sie mich entlassen Und nicht sagen oh nein es tut mir leid Das war die arme Frau Müller Die Sachbearbeiterin.

00:13:36: Ja so müssen für Menschen einstehen nur Dann kann etwas passieren und Sie brauchen eine Organisationskultur wo Leute miteinander reden können.

00:13:45: Also, need to know Prinzip ist natürlich total wichtig.

00:13:49: Aber wenn Menschen nicht miteinander sprechen und Menschen nicht wissen was die Leute im Nachbarbüro machen dann kann daraus ja nichts entstehen weil die besten Ideen immer passieren Wenn man das wieder und wieder diskutiert.

00:14:01: Das heißt man muss auch Orte schaffen in so einem Unternehmen wo Menschen zusammenkommen können.

00:14:06: Wir haben einen großen Tisch unten in einem sehr großen Raum wo alle zusammen Mittag essen oder alle die wollen keine Pflicht aber Und bei diesem Essen wird natürlich auch immer wieder über Projekte, über Ideen gesprochen.

00:14:20: Das ist Arbeitszeit wenn die Leute da Kika natürlich weil sie dabei über ihre Projekten reden und das muss drin sein.

00:14:30: Wir brauchen Ausstattere, wir brauchen Raum, wir braucht eine Kultur, eine Kultur der offenen Türen mit.

00:14:35: dabei können einfach in das Beruf von Forschungsdirektor laufen und brauchen keinen Termin Wenn wir im Vorzimmer anfragen, das ist doch schrecklich.

00:14:46: Sie müssen doch sagen können hey Christian ich hatte hier eine Idee was hältst du davon?

00:14:50: und dann kann ich sagen finde ich gut oder finde ich schlecht?

00:14:55: Ach fantastisch!

00:14:58: Ich liebe diesen Podcast weil ich Menschen wie sie treffe und ich kann das manchmal gar nicht glauben was für tolle Einrichtungen wie im Staat haben, die solche unglaublichen Sachen machen.

00:15:08: Und an einer Stelle wollte ich nochmal nachhaken und sie meinten Innovationen steht wenn Menschen zusammen sprechen am Kicker möglichst also möglichst in der leichten Atmosphäre interpretiere ich jetzt mal.

00:15:20: viele denken ja Innovation das sei so etwas was man mit viel Kampf quasi als Destillat heraus schwitzt am Schreibtisch.

00:15:30: Und ich habe mal die Gleichung aufgemacht, Innovation entsteht zwischen den Dingen also zwischen Position A und Position B. Also gar nicht etwas Neues sondern das neue wird geboren aus zwei bekannten Dingen gemeinsam fusionieren und etwas erschaffen, was größer ist als die beide.

00:15:50: So ein bisschen nach der Aristotelischen Gleichung würden Sie das so unterschreiben?

00:15:55: Dass Innovation tatsächlich nicht unbedingt was ganz Neues ist, was vorher keine hatte sondern oftmals auf etwas Bekannten aufsetzt, was sich mit etwas anderem Bekannten zusammen tut und daraus dann etwas entsteht.

00:16:10: weil wenn das so wäre Ist ja Ihr Ansatz mit dem Kicker und Zusammenkommen übrigens in Halle, der Sitz der Agentur ist den Halle.

00:16:20: Dann müssten wir ganz anders rangehen an Innovation im Staat?

00:16:27: Ich würde Ihnen schon rechnen gehen.

00:16:28: Also ich bin natürlich auch Informatiker und ich meine einen so ein Paradigma dieser Hacker-Szene und sage was ich halt auch viel mit Hackern zu tun ist es ja Dinge anders zu benutzen als sie intendiert waren.

00:16:44: Also die Frage, was kann ich eigentlich noch machen mit einem Gerät?

00:16:49: Einer Software.

00:16:51: Einem Ding das ich habe und dann passieren die fantastische Dinge.

00:16:55: ja also Ich hatte mal so einen Kurs über Hardware Hacking.

00:16:58: Ich bin nebenbei auch noch ein Arab-Professor und haben da aus Zahnbürsten kleine Roboter gebaut Und weil wir die Zahnbürste eben nicht zum Zähneputzen verwendet haben in der ganz anderen Art und Weise.

00:17:10: Und das ist schon wahr, was Sie sagen!

00:17:12: In dieser Interdisziplinarität liegt sehr viel Innovation weil oft reden die Leute nicht miteinander.

00:17:20: Was mir wirklich auffällt ist... Die Cyberagentur ist halt auch so ein Ort.

00:17:26: Wir arbeiten mit der Bundeswehr zusammen wir arbeiten mit Nachrichtendiensten zusammen und wir arbeiten Mit der Polizei zusammen.

00:17:33: Es gibt es Trennungsgebot.

00:17:34: also die Polizisten reden nicht mit den Nachrichtediensten weil da gibt es ein grundgesetzliches Trennungsgebot.

00:17:42: So,

00:17:42: dann haben wir natürlich auch noch die ganzen Wissenschaftler und die Cyberagenfirma.

00:17:46: alle zwei Jahre so ein großes Forschungsymposium wo sechshundert Leute kommen Und dann sagen immer alle, boah was ist eine fantastisches Event?

00:17:54: Weil die Leute, die ich bei euch treffe, treffe ich sonst nie.

00:17:58: Und die Forscher kommen zu mir und sagen, es ist total komisch bei euch.

00:18:02: Es sind diese ganzen Leute in diesen Uniformen.

00:18:04: Das fühlt sich am Anfang total komischer an... ...und jetzt rede ich mit denen und das ist super spannend!

00:18:09: Und die Leute in den Uniforms sagen, hey, habe ich Leute getroffen?

00:18:14: Die tragen komische Hoodies, die würde ich ja nie in meinem Laden lassen.

00:18:18: Aber der ist eigentlich total cool.

00:18:22: Wenn ich Leute zusammenbringe, die sonst nicht miteinander reden, dann kommt Da hatten wir wirklich schon Momente, wo Leute zusammen saßen.

00:18:31: Aus der einen aus einer Polizeibehörde, anderer aus einer Nachrichtendienstbehörde und der eine sagt was arbeitest du?

00:18:36: Und der andere sagt was arbeitest du?

00:18:37: und haben sie festgestellt Sie arbeiten an genau der gleichen Sache und das seit fünf Jahren und sie wussten nicht voneinander dass es so gibt.

00:18:44: Man muss auch solche Orte schaffen Wo unterschiedliche Menschen Zusammenkommen können weil oft liegt Innovation in diesem Ritzen.

00:18:55: Wir sind immer sehr auf Abgrenze.

00:18:58: Als Designeragentur gegründet wurde, habe ich viele Behörden und Einrichtungen besucht und die erste Frage war oft Herr Hummer, wie grenzen sich sie von uns ab?

00:19:07: Und es ist so eine deutsche Philosophie!

00:19:09: Es muss ja alles trennscharf abgegrenzt werden und dazwischen muss auch noch so ein Spalt sein damit auf keinen Fall eine Überlappung da ist.

00:19:16: Dann fallen alle guten Ideen in diese Ritzen und dann sind Sie für immer verloren.

00:19:20: wir müssen.

00:19:21: Und irgendwie habe ich immer gesagt, Ich will nicht über Abgrenzung regen.

00:19:24: Ich will das nicht mehr hören!

00:19:25: Ich will darüber reden wie wir was zusammen machen können und dann entsteht auch Innovation.

00:19:31: Das heißt aber nicht dass diese Arbeit am Freitisch zu sitzen und sich fünf Jahre über eine Formel nachzudenken, dass es nicht auch wichtig ist also die harte Wissenschaft wo Leute tief einsteigen in Themen.

00:19:47: Das ist unglaublich wichtig und da kommt viel raus.

00:19:51: Ist es genau das, was Sie gerade

00:19:53: beschrieben haben?

00:19:54: Also der Initialfunke, sage ich mal entsteht in dieser Lücke.

00:19:58: In dieser Ritze.

00:19:59: Ich sage immer so dieses weiße im Organigramm.

00:20:02: Das finde ich immer am spannendsten nicht in den Kästchen sondern alles, was drum herum ist zwischen den Kästen des Filmmaterial auch in dem Behördenorganogramm da sitzt die Innovation und Wenn man die Menschen zusammenbringt, ja und dann muss man das natürlich vertiefen.

00:20:19: Und das ist natürlich oft sehr viel Schreibtischarbeit aber der Initiale, der geniale Funke also der Genius sitzt tatsächlich in dieser Ritze.

00:20:27: Dann wollte ich Sie noch was fragen zur Fehlerkultur weil da habe ich auch irgendwann mal etwas überlegt dieses Scheitern ist ja quasi Teil des Erfolgs so wie sie es beschrieben haben.

00:20:41: Und vielleicht trauen wir uns zu wenig Erfolg zu haben und diesen Weg des Erfolgs auch zu gehen, weil viele kennen gar nicht Transformationsprozesse oder Innovationsprozess.

00:20:50: Und Innovations-Prozesse sind eben auch nicht linear wie Sie sagten sondern sie sinnten auf und ab und ein langsames Aufschwingen zwischen Versuchen die nicht funktionieren bis man dann endlich die Perfektion erreicht hat.

00:21:05: Man sieht ja oftmals nur einen sehr kurzen Abschnitt dieses Innovationszykles und nicht den gesamten Prozess.

00:21:12: Und das hat mir so gut gefallen in ihrer Beschreibung, dass es eigentlich der Weg zum Erfolg führt eben zwangsläufig über diese kleinen Scheiterpunkte die aber nur kleine Punkte sind.

00:21:26: Ich finde, es gibt ja eigentlich gar keinen

00:21:27: Scheiter unter uns.

00:21:28: Also

00:21:29: wenn wir Millionen in ein Projekt investieren und das fährt vor die Wand weil es einfach nicht geht dann haben wir erstes haben wir was gelernt weil wir wissen jetzt dass es nicht geht.

00:21:38: das ist schon mal eine super Erkenntnis.

00:21:41: und das zweite ist Was ist denn mit diesen Millionen passiert?

00:21:44: Wir haben Leute an Universitäten, wir haben Jobs geschaffen, Leute von mir eine Doktorarbeiten schreiben Leute sind ausgebildet worden, im Klüger geworden.

00:21:53: Also ich habe schon Probleme mit diesem Begriff Scheitern und natürlich brauchen wir das in der WC-Szene.

00:22:02: wenn man tausend Startups investiert dann wird vielleicht eins davon mal ein Unicorn also wirklich wertvoll.

00:22:09: die anderen neunhundertneunzig werden irgendwann Konkurs geben.

00:22:14: wie wird es irgendwann nicht mehr geben.

00:22:16: aber hier würden dieses eine Unicorn doch nie finden Wenn wir nicht angefangen hätten zu investieren, also es gibt da kein Scheiter.

00:22:26: Das gefällt mir das finde ich richtig gut.

00:22:28: Es gibt keinen Scheitern und wer sollen uns mehr trauen erfolgreich zu sein?

00:22:32: Mut zum Erfolg!

00:22:34: Das finde ich super.

00:22:36: Dann haben Sie erzählt, also bei Ihnen treffen sich ja Leute in Uniformen, Leute mit Hoodies und da habe ich richtig Sehnsucht bekommen.

00:22:44: Ich komme aus dem Sicherheitsbereich und Polizei Bundeswehr Nachrichtendienste ist genau meine Heimat bevor ich in die Digitalisierung gekommen bin Und ich kenne den Bereich sehr gut und ich weiß es gibt viele Spannungsfelder zwischen sage mal sicherheitsorientierter Arbeit und Innovation.

00:23:02: Was brauchen denn Organisationen um, sage ich mal in diesem Spannungsfeld auch Innovationen aufzubauen.

00:23:09: Also wo sehen Sie da die größten Spannungspfelder und wie gehen sie damit um?

00:23:14: Sicherheit einerseits, Sie sagten schon Sicherheitsüberprüfungen oder auch sich eingestuftes Material und Innovation.

00:23:20: Wie kriegen Sie diese Balance nicht?

00:23:24: Ich glaube das man diesen Widerspruch nicht bauen sollte.

00:23:27: also es ist ja immer wieder so ein Widerspruch der aufgebaut wird Sicherheit versus Freiheit.

00:23:33: glaube nicht, dass das Widersprüche sind.

00:23:35: Man braucht irgendwie Sicherheit und Freiheit zu sein.

00:23:38: Also wenn ich an gescheiterte Staaten denke – was weiß ich so mal ja?

00:23:43: Da gibt es keine Sicherheit und da gibt es auch keine Freiheit weil er kennt sich vor der Austür und dann sind sie wahrscheinlich bald tot.

00:23:52: Das heißt wir müssen eine Umgebung schaffen in der wir den Wissenschaftlern die Leuten Sicherheit anbieten.

00:23:59: Und ja, wir haben das alles!

00:24:01: Wir haben einen Waffmann ein großes Stahltor und wir haben Vereinzelungsanlagen, so wie man sich das vorstellt.

00:24:11: Und dieser Laptop ist auch nicht so bequem wie der sein könnte sondern man muss da viele Passwörter eingeben und Chipkarten rein tun und manches Software geht einfach nicht und es würde unser Leben natürlich viel einfacher machen wenn er einen normalen Rechner hätte.

00:24:28: Auf der anderen Seite muss man bisher Wir müssen das tun.

00:24:35: Also wenn wir es nicht schaffen, also wir haben immer wieder Vorfälle.

00:24:41: Immer wieder gibt es auch andere Nationen die sich für unsere Ergebnisse interessieren und wir müssen anerkennen dass Deutschland im Bereich Forschungssicherheit auf einfach sehr schwach ist.

00:24:53: Ich war letzte Woche in den USA.

00:24:56: da haben wir auch über Forschungssicherheit gesprochen.

00:24:59: Da war die Einschätzung der USA, Deutschland ist in der EU auf dem letzten Platz.

00:25:04: Freiheit von Wissenschaft und Forschung ist etwas, das ist im Grundgesetz geregelt.

00:25:08: Und es ist ein hohes Gut!

00:25:10: Trotzdem müssen wir auch darüber nachdenken ob wir jede Vorstandsergebnis veröffentlichen um jede Innovation jedem zur Verfügung stellen.

00:25:22: die Welt hat sich geändert und es gibt eben auch konkurriere Systeme und vielleicht auch Staaten wo wir nicht jede Technologie sehen wollen.

00:25:31: Ich halte das schon für eine Aufgabe der Seiler-Agentur, dafür auch Werbung zu machen und es machen wir auch.

00:25:37: Und es ist kein Showstopper weil im Inneren dieser Melode kann es immer noch coole Beruhrs geben und einen Kickerl geben und coole Menschen geben.

00:25:47: man kann coole Sachen machen aber ja klar wenn wir nach Hause gehen gehen wir durch das schwere Stahlflug.

00:25:54: Das ist total spannend.

00:25:59: Ich habe mal eine ganze Weile im Bereich Wirtschaftsschutz auch gearbeitet und Forschungssicherheit.

00:26:06: Damit meinen Sie den Schutz von Forschungsdaten gegenüber Angriffen von außen, Spionage und so weiter.

00:26:14: Und in der Tat gehen wir damit sehr leichtfüßig um übrigens auch in Konzernen oder in Start-ups die mit Innovation zu tun haben.

00:26:22: also diese sind ja auch relativ wenig geschützt.

00:26:24: da sind sie ja wahrscheinlich noch gut dran.

00:26:28: Da ist halt immer die Frage was uns wichtig.

00:26:34: wollen wir eigentlich besser Acht geben in Zukunft.

00:26:37: Da hatte ich ein ganz tolles Gespräch mit Claudia Plattner dazu zum Thema digitale Souveränität, das klingt da ja auch ein bisschen anders.

00:26:45: Was ist uns lieb und teuer?

00:26:47: Und was wollen wir denn auch schützen in der Zukunft?

00:26:50: für mich total spannend des Themas?

00:26:51: Toll dass Sie das ansprechen!

00:26:55: Noch mal ein anderer Punkt Weil ich liebe so Organisationsentwicklung und ich stelle mir das wirklich herausfordernd vor, für mehrere Behörden gleichzeitig Ansprechpartner zu sein beziehungsweise bei uns spricht man dann von Fachaufsicht oder Behörde zugeordnet zu sein.

00:27:11: Oder dass Ministerien ja auch eine bestimmte Kontrollfunktion ausüben beim GmbH sowieso.

00:27:22: Wie ist es denn so, mit verschiedenen Ministerien zusammenzuarbeiten?

00:27:25: Das Innenressort und die Verteidigungsressort sind ja wirklich sehr unterschiedliche Kulturen.

00:27:29: Dann haben Sie den Nachrichtendienst da noch auch mit drin und auch noch andere Häuser.

00:27:35: Merken sie so wie die Unterschiede sind in der Organisationskultur Und wie gehen Sie damit um mehrere Ansprechpartner zu haben, die sehr unterschiedlich ticken können.

00:27:48: Ja, das ist tatsächlich... also ja wir haben eine geteilete Voraussicht.

00:27:51: Also bei einer GmbH heißt es dann Beteiligungsmanagement und das Beteilligungs-Menschment liegt sowohl im Bundesministerium der Verteidigung als auch im Bundesministerium des Innern.

00:28:03: Man hat das so gebaut dass es eine Beteiltigungsführung gibt, also die liegt im BMVG.

00:28:10: Das ist immer unser erster Ansprechpartner.

00:28:13: Dafür hat das BMI den Aufsichtsratsvorsitzenden oder die Aufsichtratsvorschützende bei uns bestellt.

00:28:20: Da ist dann quasi die BMI in der Führungsposition und sie haben angesprochen, dass die Kulturen in den Häusern sehr unterschiedlich sind und das es war.

00:28:32: also.

00:28:32: ich selbst bin beurlaubter Beamter aus dem Geschäftsbereich BMI und hatte das BNI relativ gut.

00:28:41: Was mir immer aufgefallen ist oder wie ich das kannte, ist wenn man dann das BMV etwas schickt also ein Anliegen schickt.

00:28:47: Dann dauert es oft sehr lange und das BMG ist ja auch so ein bisschen die Hüterin des Grundgesetzes.

00:28:51: Dann wird er immer sehr gründlich geprüft und dann kriegt man irgendwann seinen Erlass in seine Entscheidung und dann hört man nie wieder davon.

00:29:01: Das BMVG funktioniert ganz anders.

00:29:04: Es ist glaube ich auch daran liegt, dass da viele Soldaten im WMVG sind.

00:29:09: Wenn man etwas fragt, kriegt man häufig seine Entscheidungen sehr schnell immer

00:29:14: verbunden

00:29:15: mit einer Berichtspflicht.

00:29:17: Wir entscheiden das schon mal aber bitte berichten sie halbjährlich darüber wie es so läuft und am Anfang fand ich das sehr cool weil ich dachte wow Dinge gehen auch wirklich schneller.

00:29:33: Mittlerweile habe ich so ein bisschen das Gefühl, dass diese vielen Berichte die wir schreiben uns auch erdrücken.

00:29:40: Weil wir über dieses und das und jedes regelhaft berichten.

00:29:46: Jetzt könnte man natürlich sagen, wenn man zwei Ministerien hat jetzt können sie sich das schlechteste der Ministerien verbinden.

00:29:51: also wir müssen lange warten und trotzdem den Bericht schreiben.

00:29:55: Das ist regelmäßig nicht der Fall.

00:29:57: Also man könnte auch glauben das beste der Ministerie Vereint sich, also wir müssen kurz warten und dafür ist der Vorhang auch für immer geschlossen.

00:30:05: Das ist jetzt leider auch nicht so aber generell läuft es besser als gedacht.

00:30:11: Also die Ministerien haben sich auch wirklich sehr gut gefunden.

00:30:15: Auch in der Fachaufsicht und auch in den höheren eben oder auch in der strategischen Blick.

00:30:22: Ich nehme eigentlich keine Friktion zwischen dem Ministerien Teil.

00:30:29: Damit zu einer so übergreifenden Zusammenarbeit gelingt, muss man aber sehr offen sein.

00:30:34: Also was natürlich auch nicht geht ist die Ministerien gegen man da aufspielen.

00:30:38: also das haben wir natürlich auch schon versucht.

00:30:40: ja wenn Mutti nein gesagt hat können wir immer noch Papa fragen und umgekehrt.

00:30:46: Das sollte man also tunlich unterlassen.

00:30:50: Das führt sie nichts guten.

00:30:51: Aber wenn man da sehr offen ist und auch ehrlich die Positionen und Interessen auf dem Tisch liegt dann klappt es gut.

00:30:59: Ich glaube, dass die Ministerien auch gut tun, dass sie auch

00:31:03: voneinander lernen.

00:31:05: Ja, das stimmt.

00:31:06: Also insofern haben sie so eine gewisse Brückenfunktion und können auch immer wieder die Kultur der einzelnen Häuser auch spiegeln weil die wissen ja im Zweifel gar nicht wie der andere arbeitet da ich beide Häuser sehr gut kenne und lange auch im Innenministerium war und auch im Verteidigungsministerium.

00:31:20: Ich kann das total verstehen.

00:31:22: Genauso ist es wie Sie sagen Und es hat beides vor Nachteile und solche Kulturen entwickeln sich weiter und gerade wenn sie als In dieser Lücke sitzen zwischen den Ressorts ist es bestimmt eine sehr spannende Aufgabe.

00:31:37: Ich hoffe, dass Sie da auch entsprechend durch Ihre Arbeit auch noch bestimmte Spiegelfunktionen haben – das ist ja auch immer ganz interessant wie sich dann auch Organisationen weiterentwickeln können!

00:31:51: Jetzt haben wir sehr viel über die Zukunft gesprochen von Sicherheitsbehörden Und jetzt wollte ich Sie zum Abschluss fragen, was Sie denn eigentlich zu Ihrer Zukunft sagen.

00:32:04: Wo steht die Salve-Agentur in fünf Jahren?

00:32:08: Was müsste sich auch dafür ändern damit sie dorthin kommt?

00:32:13: Die Salve Agentur ist zwar als GmbH gegründet wenn man uns bestimmte Freiheiten gewähren wollte aber wir leiden tatsächlich sehr unterbürokrativ.

00:32:23: also bestimmte Vorgänge bei uns sind unglaublich, bürokratisch und langsam.

00:32:30: Und ich glaube auch einer Zeit wo Staatsmodernisierung eines der Ziele unserer Regierung ist nicht mehr angemessen ist.

00:32:38: Unsere Schwesteragentur die Sprint hat das Sprint Freiheitsgesetz bekommen und man hat viele Freiheiten gegeben und ich glaube die Sprind hat auch gezeigt dass sie als Agentur, als staatliche Agentur mit diesen Freiheiten gut umgehen können.

00:32:55: Jetzt wird gerade jetzt tatsächlich diskutiert, die Cyberagentur zum Teil des Innovationsfreiheitsgesetzes zu machen.

00:33:03: Dass die Bundesregierung im Koalitionsvertrag verankert hat und auch der Cyber-Agentur Freiheiten ähnlich zu den Freiheiten der Sprinn zu geben.

00:33:15: also wie gesagt unsere beiden Agenturen funktionieren sehr unterschiedlich.

00:33:20: Wir sind auch nicht genau die gleichen Freiheiten und Regelungen für uns wichtig, aber wir wollen schon mehr frei halten.

00:33:27: Und ich glaube das ist ein Erfolgsfaktor.

00:33:33: Innovationen gerade im Verteidigungsbereich ist gerade unglaublich wichtig.

00:33:39: also Deutschland hat noch nie so viel Geld für Verteiligung ausgegeben wie jetzt.

00:33:45: gerade Was Rüstungsausgaben weltweit ausgeht, ist Deutschland auf dem vierten Platz.

00:33:51: Das ist ein unglaublicher Sohn und das Risiko dass wir hier haben ist, dass wir dieses viele Geld nicht für Zukunftstechnologien ausgeben sondern für den Krieg von gestern.

00:34:04: Ja, das darf nicht passieren.

00:34:08: also wir müssen jetzt in Zukunftstechnologien entwickeln, innovative Lösungen weil das uns den Platz in der Welt sichern wird.

00:34:21: Und mit dem jetzigen Korsett an Regeln, dass die Cyber-Aventur hat kann sie nicht skalieren.

00:34:29: also wir können... Das was wir machen, machen wir gut aber wir könnten jetzt nicht sehr schnell die zehnfache Summe an Projekten begleiten oder bis zehnfacher Summe am Geld in innovative Technologien ausgeben können und ich Ich glaube, das ist aber unglaublich wichtig.

00:34:48: Wenn wir es nicht schaffen und vielleicht auch den anderen Innovationseinheiten im Geschäftsbereich BMV, den ganzen Cyber Innovation Hub oder das Innozentrum der Bundeswehr, wenn wir diesen innovativen Teilen unserer Sicherheitslandschaft jetzt nicht Freiheiten geben, dann könnte das wirklich schwierig werden.

00:35:13: also Ich will keine düsteren Szenarien

00:35:17: malen, aber ich

00:35:18: glaube man muss jetzt diesen Einheiten und Freiheiten geben.

00:35:22: Und dann wird das

00:35:24: auch

00:35:24: in fünf Jahren

00:35:25: super sein!

00:35:26: Okay, dann versuchen wir jetzt mal zum Abschluss den utopischen Ansatz angenommen.

00:35:31: Sie wären Teil des Freiheitsgesetzes der Sprinn.

00:35:34: Ich weiß, da hat Raphael Laguna, da hatte er hier einmal im Podcast tatsächlich erzählt als er dafür noch gekämpft hat und er hat es tatsächlich durchgekriegt.

00:35:42: damals also der war wild entschlossen und hatte das vorgestellt hier im Podcast noch und es hat ja auch geklappt.

00:35:48: insofern toll!

00:35:49: Da ist er echt ein Pionier.

00:35:51: Und angenommen das Käme für Sie, Sie hätten mehr Freiheiten und weniger Bürokratie.

00:35:56: Wo würden sie sich da sehen?

00:36:01: Also in unserem Auftrag steht, dass unser Vorbild die US-amerikanische DARPA ist.

00:36:07: Ich meine es ist natürlich irgendwie... also übrigens erstens hat die DARPA unglaublich viele Streitkraft und es gibt ganz viele Leute, die sagen, sie sind die deutsche oder europäische DARP.

00:36:18: Die Sprint sagt, sie ist die deutsche DARPA.

00:36:20: Das IIC sagt das ist die europäische DARPA und die Jedi sagt Sie ist die Europäische DAPA usw.

00:36:26: Und ich will es gar nicht für uns reklamieren aber wir sind ja sowas wie so ein Mikrodarpa oder so eine Namodarpa.

00:36:34: Ich meine die DARPA hat im letzten Jahr vier Komma vielen Milliarden Dollar ausgegeben für Innovationen im Verteidigungsbereich.

00:36:40: Die Cyber Agentur hat in diesem Jahr hundert neun Millionen.

00:36:43: also der Unterschied ist ja eklatant.

00:36:47: Natürlich ist unsere Wirtschaft und unsere Verteidigungsetan nicht so groß wie der amerikanische.

00:36:52: Aber ich glaube, wenn man uns die Freiheiten gibt und das Vertrauen gibt und auch die Mittel gibt werden wir wahnsinnig gute Innovationen haben.

00:37:03: also Wir haben jetzt schon Ergebnisse.

00:37:06: an die hätte ich nicht geglaubt.

00:37:07: Die Cyberagentur ist fünf Jahre alt Und wir sollen Dinge gucken, wie zehn bis fünfzehn Jahre in der Zukunft passieren.

00:37:15: Das heißt wenn wir gar nichts rausgekriegt hätten wäre ich immer noch fein weil ich sagen würde schon mal noch zehn jahre Zeit.

00:37:21: aber wir haben jetzt schon Dinge wo ich sage wow das ist fantastisch und aus diesen Technologien kann wirklich was entstehen und es sind dann auch mal technologien wo deutschland gerade vorne ist an den Amerikaner oder an den Chinesen hängen, sondern wo wir jetzt gerade am Drücker sind und so kann Souveränität entstehen.

00:37:43: Und das ist aber ein gefährliches Moment!

00:37:46: Die Summen die in solche innovativen Start-ups, in neue Ideen investiert sind also insbesondere im Erfolgsrepublik China und den Vereinigten Staaten sind immens und es ist auch viel einfacher ja?

00:38:01: Also Ich habe neulich mit einem Unternehmen gesprochen, dem auch gesagt haben sollen wir sechs Monate lang Anträge an den European Innovation Council stellen um dann so eine Summe zu kriegen?

00:38:12: wenn ich auch in einer Woche oder vier Tagen mit vier Seiten geschrieben die doppelte Summe von den Chinesen.

00:38:19: Und das heißt wir müssen schneller und einfacher werden.

00:38:22: aber dann

00:38:23: sehe ich auch die Utopie bis die nächste Technologie Wirklich mal Europa oder Deutschland top notch ist und die Amerikaner das bei uns

00:38:34: einkaufen.

00:38:35: Das klingt doch nach einem guten Abschluss, Herr Humardt!

00:38:39: Das gefällt mir.

00:38:41: Vielen Dank!

00:38:42: Das hat total Spaß gemacht, ich finde es total besäelt.

00:38:44: Gibt's auch irgendwas was Sie unseren Zuhörenden noch mitgeben wollen als Abschluss?

00:38:48: Was ich nur nicht gefragt habe?

00:38:52: Na vielleicht, ich weiß nicht wenn das ausgestrahlt wird aber wenn es bald ausgestrallt wird.

00:38:55: wir haben gerade ein Wettbewerb laufen halb zwanzig siebenundzwanzig wo wir einen Ideenwettbewerk haben.

00:39:02: Wo jeder Mensch in Deutschland Ideen für den Verwaltungsarbeitsplatz der Zukunft einreichen kann.

00:39:09: und da muss man nur zwei Seiten schreiben.

00:39:11: Und die beste Idee prämieren wir mit hunderttausend Euro und das Projekt wird dann umgesetzt und dieser Verhaltungsarbeit gebaut.

00:39:18: Also,

00:39:19: vielleicht

00:39:20: haben Sie in den Show-Notes ja den Link.

00:39:21: Dann kann ich Ihnen den schicken.

00:39:23: Wann ist Deadline?

00:39:25: Zu!

00:39:26: Es ist auf jeden Fall noch irgendwann im August, Mitte August laut.

00:39:29: Okay dann machen wir den Podcast auf jeden fall vor Mitte August.

00:39:33: Ich bin eben gleich als nächstes dran.

00:39:35: Ganz ganz herzlichen Dank Herr Hummerts hat mir total Spaß gemacht und ich wünsche Ihnen alles Gute.

00:39:41: und wer manifestieren jetzt einfach mal viel Freiheit und Geldregen für sie und viele gute Ideen haben sie ja sowieso schon.

00:39:48: Danke nach Halle!

00:39:58: Und das war's bei Letz Start, Inspiration aus dem Staatsapparat mit Dorit Bosch.

00:40:05: Schreibt mir gerne und abonniert diesen Kanal damit ihr keine Folge verpasst.

00:40:10: Letz start viel Spaß bei der Umsetzung.

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